Hochdorf im Kreis Esslingen „Das Ehrenamt tut uns als Gemeinschaft gut“ – Preis für Unternehmen
Die events creative GmbH aus Hochdorf wird als „ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Welche Rolle die Freiwillige Feuerwehr dabei spielt.
Die events creative GmbH aus Hochdorf wird als „ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Welche Rolle die Freiwillige Feuerwehr dabei spielt.
Im November dieses Jahres wurden 47 Unternehmen aus Baden-Württemberg von Innenminister Thomas Strobl als „ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz“ ausgezeichnet. Auch die events creative GmbH aus Hochdorf zählt dazu. „Wir freuen uns über diese Wertschätzung“, sagt Markus Zimmer, einer der Geschäftsführer der Firma für Veranstaltungstechnik.
Vor mehr als 30 Jahren wurde das Unternehmen von Zimmer und seinem Geschäftspartner Matthias Strecker gegründet, seit 2015 befindet sich der Firmensitz in der Porschestraße in Hochdorf. Mittlerweile zählen knapp 25 Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, zum Team. „Bei Events wie Produktpräsentationen, Hausmessen oder auch den Schlossfestspielen in Ettlingen kümmern wir uns vor Ort um die Ausstattung rund um die Bühne. Also Licht, Ton und Video“, erklärt Zimmer.
Doch nicht nur große Unternehmen oder Kulturämter in der Region zählen zu den Partnern von events creative. „Wir unterstützen regelmäßig die Freiwillige Feuerwehr vor Ort“, sagt Zimmer. Ob bei der Faschingsparty oder dem großen 150-Jahre-Jubiläum in diesem Jahr – das Team versuche bei solchen Events stets Technik und Anlagen bereitzustellen.
„Wir hatten auch öfters schon Übungen im Haus“, erklärt Zimmer. Vor allem für die Auszubildenden sei das ein Highlight, fügt Strecker hinzu. Denn mit Nebelmaschinen und Tonanlagen ausgestattet, dürften sie für die Atmosphäre bei den Notfallübungen sorgen. „Ein Vorteil für uns liegt auch darin, dass wenn mal wirklich ein Notfall vorläge, die Feuerwehr das Gebäude schon kennt“, sagt Zimmer.
Auch die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter wolle das Unternehmen unterstützen. „Egal ob im Bevölkerungsschutz, im Jugendwerk oder in kirchlichen Organisationen – unsere Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit die Zeit haben, ihr Ehrenamt auszuüben“, sagt Zimmer. Vor allem im Bevölkerungsschutz sei die Zeit meist ein großer Faktor und das Ehrenamt essentiell. „Es macht den Großteil der Unterstützungskette hier aus“, sagt Strecker.
Mitarbeiter Christian Schlienz beispielsweise ist „Helfer-vor-Ort“. Aufgabe dieser Ersthelfer ist es, im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungswagens zu überbrücken. „Wenn während der Arbeitszeit ein Einsatz reinkommt, muss ich mich nicht ausstempeln und kann direkt los“, erklärt Schlienz. Natürlich sei das nicht möglich, wenn er mitten in einer Veranstaltung sei, in so gut wie allen Fällen klappe es jedoch, sagt Zimmer. Um schnell reagieren zu können, sei für Schlienz zudem ein Parkplatz nahe der Straße reserviert.
Auch der Ehrenamtsurlaub wird vom Unternehmen finanziell unterstützt. „Das Ehrenamt tut uns als Gemeinschaft gut“, sagt Strecker. Seine Patenkinder sind in der Feuerwehr, Zimmer ist selbst ehrenamtlich tätig. „Daher liegt uns das einfach am Herzen“, erklärt Zimmer. Natürlich sei mit der Unterstützung auch ein gewisser Aufwand für die Firma verbunden. „In der wirtschaftlich schwierigen Lage könnte so eine Unterstützung für manche Unternehmen schwierig werden“, bedenkt Strecker.
Den Preis als ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz erhielt das Unternehmen in diesem Jahr nach einer Nominierung seitens der Freiwilligen Feuerwehr Hochdorf. Bei der Preisverleihung in Rottenburg fand auch Innenminister Thomas Strobl lobende Worte. „Es ist mir ein persönliches Herzensanliegen, mit dieser Auszeichnung wertzuschätzen, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer ehrenamtlichen Arbeit unterstützen.“ Einen Grund, damit aufzuhören, sehen Zimmer und Strecker nicht. „Ich kann jeden nur ermutigen, das Ehrenamt zu unterstützen“, sagt Strecker.