Bis zum geplanten Bauende 2027 wird eine Übergangslösung die Räume des Pavillons ersetzen. Foto: tki
Die Erweiterung und Sanierung des Pavillons an der Breitwiesenschule in Hochdorf (Kreis Esslingen) soll im April 2026 beginnen. Wo werden die Kinder bis zur Fertigstellung betreut?
Tim Kirstein
08.12.2025 - 20:00 Uhr
Das Thema Ganztagesbetreuung in der Breitwiesenschule beschäftigt die Gemeinde Hochdorf nun bereits einige Zeit. Anfang 2024 hatte die Gemeindeverwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die Möglichkeiten aufzeigen sollte, die Betreuungsmöglichkeiten zu erweitern. Denn klar ist: In Hochdorf wächst der Bedarf an Plätzen in der flexiblen Schulkindbetreuung und auch der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Kinder im Grundschulalter beginnt ab dem kommenden Schuljahr.
Am Ende setzte sich der Entwurf durch, den sogenannten Pavillon, der bereits jetzt schon von der Schulkindbetreuung genutzt wird, zu modernisieren und um ein Geschoss sowie einen Seitentrakt zu ergänzen. Hier soll später auch die kommunale Kinder- und Jugendbücherei unterkommen, die sich momentan noch im Schulgebäude selbst befindet.
Übergangslösung: Container in Hochdorf
Anfang April nächsten Jahres beginnen die Umbauarbeiten am mehr als 50 Jahre alten Pavillon. Im Moment geht die Verwaltung von etwa 20 Monaten Bauzeit aus, erklärt Hochdorfs Bürgermeister Gerhard Kuttler. „Im Optimalfall sind wir dann Ende 2027 fertig“, fügt er hinzu. Da die Schulkindbetreuung auch während der Umbauarbeiten angeboten wird, hat sich der Gemeinderat nun für eine Übergangslösung mit Containern entschieden.
Eine Schulkindbetreuung im Schulhaus selbst sei für die Dauer der Bauzeit kaum umsetzbar, sagt Kuttler. „Wir hätten die Schwierigkeit, dass die Klassenräume doppelt genutzt werden müssten“, erklärt er. Gerade in der ersten und sechsten Stunde gebe es große Überschneidungen, was bedeute, dass in den betroffenen Klassenräumen nur zwischen der zweiten und fünften Stunde regulärer Unterricht stattfinden könne. „Wir haben das schon in einem Klassenzimmer, aber die Schule hat bereits signalisiert, dass das kein dauerhaft mögliches Konzept ist“, sagt der Bürgermeister.
Arbeiten an Hochdorfer Schule beginnen noch im Dezember
Nun soll also ein zweigeschossiges Bauwerk aus Containern nahe des Spielplatzes im Schulhof als Übergangslösung dienen. Da dieses pünktlich zu den Umbauarbeiten stehen soll, hat die Kommune einen straffen Zeitplan aufgestellt. „Die Vorarbeiten werden jetzt im Winter von unserem Bauhof durchgeführt“, erklärt Kuttler. Noch im Dezember sollen die Arbeiten auf der Wiese beginnen. In den Containern werden vier Gruppenräume, Sanitäranlagen und ein Treppenhaus eingerichtet. Die Kosten für die Vorarbeiten und die Containermiete belaufen sich auf etwa 190 000 Euro, erklärt Kuttler. „Die Container zu kaufen, wäre um einiges teurer“, fügt er hinzu.
Der Umbau wird wohl circa 800 000 Euro teurer als noch bei der letzten Kostenschätzung. Foto: tki
Auch für den Umbau des Pavillons liegt der Gemeinde nun eine Kostenberechnung vor. Etwas mehr als fünf Millionen Euro soll das Projekt kosten – circa 800 000 Euro mehr als noch bei der letzten Kostenschätzung. „Wir freuen uns natürlich auch nicht darüber“, sagt Kuttler. Doch es gebe eben einen Unterschied zwischen einer Schätzung und einer Berechnung. Außerdem habe es Veränderungen in der Planung gegeben. „Beim Brandschutz musste noch einiges umgestellt werden“, erklärt Kuttler. Und auch das Kellergeschoss musste angepasst werden. „Aufgrund von statischen Berechnungen“, sagt Kuttler.
Ein Lichtblick stellen die knapp zwei Millionen Euro dar, die die Gemeinde über die Schulförderung des Landes bekommt. „Ein Teil davon ist im Sommer schon eingegangen“, sagt Kuttler. Im kommenden Jahr möchte die Verwaltung zudem zusätzliche Förderung über den Ausgleichstock beantragen.