Konstanze Krüger-Farrouj konzentriert sich in ihrer Forschungsarbeit an der Hochschule Nürtingen auf das Wohl von Pferden – das wird jetzt belohnt.
Man könnte Konstanze Krüger-Farrouj als Pferdeflüsterin an der Hochschule Nürtingen bezeichnen. Immerhin gilt die Zoologin und Verhaltensforscherin als eine renommierte Kennerin des Sozialverhaltens von Pferden. Für ihre Arbeit erhält Krüger-Farrouj, die übrigens im Jahr 2012 die erste Professorin für Pferdehaltung in Deutschland an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) wurde, Gelder von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Damit würdigt die DFG Krüger-Farroujs wissenschaftliche Forschungsarbeit für ein Fohlenprojekt mit 250 000 Euro. In dem Projekt geht es um das Tierwohl bei jungen Pferden vor dem Hintergrund von „Lateralität und Cognitive Bias: Nicht-invasive Indikatoren für das Tierwohl in der Entwicklung von Jungpferden (Equus caballus)“, wie der wissenschaftliche Titel lautet.
Forschung stellt Pferde am Haupt- und Landgestüt Marbach in den Fokus
Die Studie, die die HfWU zusammen mit der Universität Hohenheim und mit Pferden des Haupt- und Landgestüts Marbach durchführen wird, untersucht, ob man das Wohlergehen von Fohlen von der Geburt an bis zum 18 Lebensmonat anhand ihrer Einseitigkeit (Lateralität) und ihrem Cognitive Bias (ihren pessimistischen und optimistischen Entscheidungen) darstellen kann.
Außerdem fördert die DFG das Hochschulprojekt umweltschonende Unkrautbekämpfungsgeräte mit 380 000 Euro vor dem Hintergrund, dass durch den Klimawandel alternative und klimaschonendere Verfahrenstechniken im Pflanzenbau verlangt werden.
Elektrotraktoren revolutionieren Unkrautbekämpfung im Ackerbau
Das betrifft laut HfWU die Gerätetechnik und die Antriebstechnik der Traktoren. Am Beispiel von nicht-chemischen Unkrautbekämpfungsverfahren in der Grünlandbewirtschaftung und im Ackerbau solle das Zusammenspiel eines batterieelektrischen Traktors mit diesen Geräten untersucht werden.
Es würden technologische und arbeitswirtschaftliche Daten im Vergleich zu Traktoren mit Verbrennungsmotor ermittelt. Mit ihnen könnten dann verschiedene Einsatzszenarien simuliert werden. Damit solle gezeigt werden, wie Elektrotraktoren in Zukunft sinnvoll eingesetzt werden, beziehungsweise welche arbeitsorganisatorischen und technischen Weiterentwicklungen dafür nötig seien.