Hochschulpläne in Göppingen Ein Campus an der Fils für die Studierenden

Der Göppinger Hochschulstandort (links) soll besser an die Fils und die Innenstadt angebunden werden, um attraktiver zu werden. Foto: Staufenpress

Göppingen will die Zukunft des Hochschulstandorts Göppingen sicherstellen. Dafür muss auch das Umfeld stimmen, und deshalb soll nun der Campus jenseits der Fils aufgewertet werden.

Göppingen - Mit einer Kommission von Entscheidungsträgern und Experten will die Stadt wie berichtet die Zukunft des Hochschulstandorts Göppingen sicherstellen. Doch es sind nicht nur die Lehrenden, der Fächerkanon, die eine Hochschule attraktiv machen. Auch ihr Umfeld muss stimmen. Im übertragenen und im wörtlichen Sinne. Beim Göppinger Standort der Hochschule Esslingen ist da noch Luft nach oben. Das hat auch der Göppinger Gemeinderat erkannt und fordert, die Stadt müsse ihre Hausaufgaben machen, um auch den Campus jenseits der Fils aufzuwerten. Alle Stadtratsfraktionen stellen derzeit Überlegungen an, wie der Standort dauerhaft gestärkt, ja, überhaupt erhalten werden kann.

 

Auch die Anbindung an die Innenstadt soll besser werden

Im Rahmen der Haushaltsberatungen für das laufende Jahr wurden einzelne Punkte diskutiert, die zumindest die äußeren Bedingungen aufwerten sollen. Dazu zählt auch eine bessere Anbindung an die Innenstadt. Die könnte über einen weiteren Steg gewährleistet werden, der im Bereich der Davidstraße über die Fils geführt wird. Ganz neu ist die Überlegung nicht. Doch dieses Viertel sollte nach Ansicht der FWG-Fraktion nun ohnehin neu geordnet werden. „Es bedarf einer ordentlichen Überplanung“, meinte Wolfram Feifel (FWG). Das Gebiet östlich des Bahnhofes sei in einem desolaten Zustand. „Nachdem der Bahnhofsplatz eine Einladung in die Stadt ist, bedeutet die Davidstraße hinter der Post, dem Finanzamt bis an die Brücke eher eine Abschreckung.“ Zu einem attraktiveren Umfeld der Hochschule könnte auch ein gestaltetes Filsufer beitragen.

Auch die Fils muss ein Teil der Planung sein

Die SPD hatte beantragt, ein Konzept zu erstellen, das die Fils in das Stadtleben einbezieht. „Das ist dringend notwendig“, stellte deren Sprecher Armin Roos fest. „Denn die Menschen wollen an die Fils.“ Außerdem sprach Roos die Anbindung des Hochschulcampus mit einem geeigneten Radweg an. Nach Auskunft der Stadtverwaltung gebe es bereits „vertiefende Planungen“, die Fils erlebbarer zu machen – sowohl für den Bereich der Hochschule als auch für das ehemalige Kleemann-Areal in Faurndau. Im vierten Quartal will sie darüber berichten. „Es wäre wichtig, den Fischereiverein als Pächter der Fils in die Planungen einzubeziehen und nicht über deren Kopf hinweg zu entscheiden“, betonte Julia Uebele (Linke/Piraten).

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Göppingen Hochschule Fils