Hochwasserkatastrophe Landesregierung wirbt für Warn-App und Katastrophenübungen

Thomas Strobl (CDU) Foto: dpa/Bernd Weissbrod
Thomas Strobl (CDU) Foto: dpa/Bernd Weissbrod

Nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen Deutschlands, werben Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl und Ministerpräsident Winfried Kretschmann für Warnsysteme sowie Katastrophenübungen.

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Stuttgart - Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Westdeutschland ruft der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) die Bevölkerung dazu auf, Warnapps zu nutzen. „Die Sirene in der Hosentasche ist unbedingt wichtig und notwendig“, sagte Strobl am Dienstag bei der Regierungspressekonferenz in Stuttgart.

Konkret warb er für die Warn-App „Nina“, die sich möglichst viele Menschen herunterladen sollten. Man könne dabei einstellen, an welchem Ort man gewarnt werden möchte, erläuterte Strobl. Außerdem gebe „Nina“ nicht nur Warnungen ab, sondern auch Tipps, wie man sich - etwa im Fall von Brand oder Gasaustritt - verhalten sollte.

Baden-Württemberg setze auf das Warnsystem „Mowas“

Baden-Württemberg selbst setze bei der Warnung der Bevölkerung auf das satellitengestützte Modulare Warnsystem „Mowas“, erläuterte Strobl. Darüber könnten alle angeschlossenen Warnmittel zeitgleich ausgelöst werden, unter anderem auch die Warn-App „Nina“ des Bundesamts für Katastrophenhilfe und Bevölkerungsschutz.

Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) forderte ein Umdenken und rief die Menschen dazu auf, sich auf den Ernstfall vorzubereiten. „Da brauchen wir eine ganz andere Haltung - die ist bei uns viel zu wenig drin.“ Es müssten viel mehr Katastrophenübungen gemacht werden, wie etwa in Japan, wo die Menschen auf Erdbeben vorbereitet seien.

Debatte um die Wirksamkeit der Warnsysteme in Deutschland

Innenminister Strobl ergänzte, dass die Menschen Katastrophenübungen und Warnungen auch ernstnehmen müssten - und bei Hochwasser nicht erst noch in den Keller laufen sollten, auch wenn das Wasser erst kniehoch sei. Das könne sich, wie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geschehen, sehr schnell ändern und lebensgefährlich werden.

Bei der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen. Dazu ist nun eine Debatte um die Wirksamkeit der Warnsysteme in Deutschland entbrannt.

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