Hochwasserschutz entlang der Körsch Der Einsatz von Millionen Euro hat sich bereits bewährt

Am 29. Juli hat sich das neu angelegte Becken in Oberaichen zum dritten Mal in diesem Jahr nach einem Starkregen mit Wasser gefüllt und die Firma Roto Frank vor einer Überschwemmung bewahrt. Foto: Stadt Leinfelden-Echterdingen
Am 29. Juli hat sich das neu angelegte Becken in Oberaichen zum dritten Mal in diesem Jahr nach einem Starkregen mit Wasser gefüllt und die Firma Roto Frank vor einer Überschwemmung bewahrt. Foto: Stadt Leinfelden-Echterdingen

Der Zweckverband Hochwasserschutz Körsch drückt aufs Tempo: 2019 soll die Arbeiten an insgesamt 15 Schutzeinrichtungen erledigt sein.

Filder-Zeitung: Norbert J. Leven (njl)
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Filder - Wir halten an unserem Ziel fest“, sagt der Verbandsvorsitzende Peter Jahn. Gemäß seiner Prognose dürften im Jahr 2019 insgesamt 15 Projekte erledigt sein, die Hochwasserschäden entlang der Körsch zwischen ihrer Quelle auf den Fildern und der Einmündung in den Neckar verhindern sollen.

Eine erste abgeschlossene Maßnahme hat sich in diesem Jahr bereits als Volltreffer entpuppt. Darauf wiesen die Verantwortlichen am Dienstag bei der Verbandsversammlung in Echterdingen hin. Bewährt hat sich das bei Oberaichen angelegte Hochwasserrückhaltebecken gleich drei Mal. Sowohl Ende Mai als auch zweimal Ende Juli sei das Becken vollgelaufen. Deshalb seien – wie beabsichtigt – die früher nach Starkregen üblichen Überschwemmungen bei der Firma Roto Frank in Unteraichen ausgeblieben.

Baukosten gesunken

Die Verantwortlichen und die Delegierten aus den beteiligten Kommunen Denkendorf, Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Ostfildern und Stuttgart haben ebenfalls erfreut zur Kenntnis genommen, dass die Baukosten für das Becken in Oberaichen um eine Viertelmillion Euro günstige als veranschlagt abgerechnet wurde. Von der Gesamtsumme in Höhe von 2,85 Millionen Euro übernimmt das Land knapp 68 Prozent. Die restliche Million teilen die Kommunen nach einem festgelegten Schlüssel unter sich auf.

Vorbereitet wird zurzeit eine Entscheidungsgrundlage für ein Rückhaltebecken zwischen L.-E. und Filderstadt. Mögliche Standorte sind im Gewerbegebiet Sielminger Straße in Stetten oder im Bernhausener Gewerbegebiet Augenloch. Im Dezember werden dazu die Behörden angehört, nach dem Jahreswechsel will der Verband sich auf einen Standort festlegen und den beiden Städten eine Beschlussvorlage liefern.

Zwei Brücken in Sielmingen

Weitere Projekte in Filderstadt sind ein Rückhaltebecken am Katzenbach (Baubeginn 2015) und der Umbau zweier Brücken an der Landesstraße 1269 und der Jakobstraße in Sielmingen (für 2015 und 2017 geplant).

Notwendig sind auch Schutzmaßnahmen am Sindelbach in Möhringen. Dieses Projekt befindet sich noch in der Planungsphase, ein Gutachten dazu erwartet der Verband für das erste Quartal 2014. Weitgehend beendet sind die Planungen für ein Rückhaltebecken beim Möhringer Klärwerk. Dort fehlt aber noch eine Vereinbarung mit der Bahn, die mit dem S-21-Fildertunnel in 30 Meter Tiefe das Becken unterqueren will.

Für bisher zwei ähnliche in Plieningen geplante Anlagen steht nach Darstellung der Verbandsverwaltung noch eine Entscheidung aus: Möglicherweise kommt zu den Standorten an der Kläranlage und an der Filderhauptstraße noch ein dritter hinzu. Insgesamt werde bei gleicher Leistung dann aber weniger Fläche verbraucht, hieß es. Eine Entscheidung soll bis 2015 fallen.




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