Hochwasserschutz im Bottwartal Gronauer Aquädukt bleibt erhalten – Bau der Becken bis 2028

Das Kleindenkmal am Zulauf der Kurzach zur Bottwar bleibt erhalten. Foto: Werner Kuhnle

Das Aquädukt in Gronau (Kreis Ludwigsburg) bleibt erhalten – den Beschluss dazu fasste der Zweckverband Hochwasserschutz Bottwartal in seiner jüngsten Sitzung.

Ludwigsburg: Oliver von Schaewen (ole)

Das Gronauer Aquädukt wird im Zuge des Hochwasserschutzes an der Bottwar rückgebaut, bleibt aber als Kleindenkmal mit der Steinbrücke erhalten. Diesen Beschluss fasste die Versammlung des Zweckverbandes Hochwasserschutz Bottwartal am Dienstagabend in Großbottwar. Die Vertreter der Kommunen Steinheim, Oberstenfeld, Beilstein und Großbottwar genehmigten die Pläne zum ökologische Ausgleich für den Bau der beiden Rückhaltebecken im Prevorster und im Kurzacher Tal.

 

Offerte des Landratsamtes akzeptiert

Um den Erhalt des Aquädukts war seit fünf Jahren gerungen worden. Der Historische Verein Bottwartal, der BUND Heilbronn Franken und der Naturschutzbund Oberstenfeld hatten sich dafür eingesetzt. Der Zweckverband nahm jetzt die Offerte des Landratsamts Ludwigsburg an, wonach jeder in den Naturausgleich investierte Euro mit der vierfachen Menge an Öko-Punkten honoriert wird. Das eröffnet finanzielle Spielräume für den Erhalt des Aquädukts.

Die Standortgemeinde Oberstenfeld hatte dem Vorschlag zuvor zugestimmt. Sie entschied sich für die Variante mit Kosten von 275 000 Euro und hätte die 80 000 Euro zusätzlich für die Sanierung des Aquädukts aus eigener Tasche bezahlen müssen. Weiter unklar bleibt, ob das Kleindenkmal zum Kulturdenkmal erklärt wird. Bisher verwehrt die Kommune der Öffentlichkeit den Zutritt aus Gründen der Verkehrssicherheit.

Bauzeit beträgt etwa eineinhalb Jahre

Zeitlich fügt sich der bauliche Erhalt des Aquädukts gut ein, teilte der Zweckverbands-Vorsitzende Ralf Zimmermann am Mittwoch mit. Die neuerlich erforderliche Bestandsaufnahme der Tierwelt dauere ein Jahr. Mit dem Baubeginn für die beiden Rückhaltebecken rechne er nach dem Planfeststellungsbeschluss und der Ausschreibung Ende 2025 oder 2026. Die Inbetriebnahme solle nach der Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren spätestens 2028 erfolgen.

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