Hochwasserschutz in Wimsheim Hagenbach wird innerorts sichtbarer sein

Beim Spielplatz in der Wimsheimer Kanalstraße sieht die Gemeinde neue Möglichkeiten zur Gestaltung. Foto: Brunhilde Arnold

Die Gemeinde setzt den Kampf gegen Hochwasser fort. Der Rotswiesenweg erhält eine neue Streckenführung.

Schon seit Jahren beschäftigt die Gemeinde das Thema Hochwasser am Hagenbach und am Grenzbach. Ist das Gewässer, das unterhalb der Autobahn A 8 auf Wimsheimer Gemarkung kommt, dann durch den Ort und als Grenzbach weiter nach Mönsheim fließt, die meiste Zeit des Jahres eher ein kleines Bächlein, so kann es bei Starkregen an verschiedenen Stellen durchaus über die Ufer treten und Schäden anrichten. Einiges ist in den letzten Jahren geschehen, um das Wasser zu bändigen, so wurden etwa an der Autobahn Regenrückhaltebecken gebaut, unterhalb davon im Außenbereich Verdolungen des Baches geöffnet oder die Zuflüsse darin verbessert. Nun will die Gemeinde die Situation in der Ortsmitte massiv verändern. Dazu werden gleich zwei Vorhaben angepackt.

 

Zum einen soll der Einlauf des Baches in einen unterirdischen Kanal, der die Straße Steig quert und in Richtung Ortsende als Grenzbach wieder ans Tageslicht kommt, deutlich korrigiert werden. Während beim Auslauf vor allem Erosionsschäden beseitigt werden sollen, wird es an der Stelle, wo sich der Einlauf befindet, eine stark verbesserte Situation geben. Vor allem soll ein „räumlicher Rechen“ installiert werden, der Schwemm- und Treibgut zurückhält. Dafür braucht die Gemeinde weitere Planungen und eine umweltfachliche Untersuchung, die an ein Fachbüro vergeben werden.

Planungen und eine umweltfachliche Untersuchung durch ein Fachbüro

Bevor der Hagenbach in diese Verdolung auf der Höhe Kanalstraße und Steig fließt, windet er sich ein großes Stück weit durch eine Grünfläche. Einen Teilbereich davon konnte die Gemeinde jetzt durch eine Flurbereinigung erwerben. Das derzeit mit Gestrüpp bewachsene, abgesperrte Gebiet soll nun zugänglich gemacht werden und damit auch der Rotswiesenweg. Allerdings erhält dieser eine völlig neue Wegeführung ein ganzes Stück weiter weg vom Bach als bisher, wo er nur ein schmaler Fußpfad war und laut Bürgermeister Mario Weisbrich seit 12 Jahren gesperrt ist. Die geplante neue Wegeführung von der Friolzheimer Straße zur Steig ist nun so gelegt, dass sie außerhalb des Überflutungsgebiets liegt.

Die von der Gemeinde erstandene Grünfläche grenzt direkt an einen Spielplatz an der Kanalstraße, der auch im Landessanierungsprogramm steht. Dort sieht die Gemeinde nun insgesamt neue Möglichkeiten zur Gestaltung, wie sie eine Landschaftsplanerin in einem Konzept schon vorgelegt hat.

Rat entscheidet sich für Minimallösung

Der Gemeinderat entschied sich zunächst einstimmig für die Minimallösung, sprich das Auslichten des Grundstücks samt Entfernung von dort befindlichen Hütten sowie die Herstellung des Weges. Der scheidende Gemeinderat Stefan Döttling (Liste Bürgerinitiative) schlug vor, die Bevölkerung einzuladen, um Ideen zu sammeln, wie man die Fläche neu gestalten könne.

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