Hochwasserschutz Strudelbachtal Der Prüfbericht ist noch nicht abgehakt

Der Hochwasserschutz am Strudelbach hat schon für einige Diskussionen gesorgt. Selbiges gilt nun auch für den Prüfbericht des Zweckverbands. Foto: factum/Weise
Der Hochwasserschutz am Strudelbach hat schon für einige Diskussionen gesorgt. Selbiges gilt nun auch für den Prüfbericht des Zweckverbands. Foto: factum/Weise

Der Zweckverband hat nichts zu beanstanden, in Weissach kommt das Thema im Juni erneut in den Rat.

Weissach - Ohne Diskussionen ist der Prüfbericht des Zweckverbands Hochwasserschutz Strudelbachtal, dem auch Weissach angehört, bei dessen jüngster Sitzung zur Kenntnis genommen worden. „Keines der anwesenden Zweckverbandsmitglieder hatte Fragen zum betreffenden Tagesordnungspunkt oder sonstige Beanstandungen“, berichtet Daniel Töpfer, Bürgermeister der Gemeinde Weissach, auf Anfrage unserer Zeitung. Für gewöhnlich wäre das auch nicht sonderlich spektakulär, bei Themen dieser Art ist das meistens der Fall. Im Weissacher Gemeinderat wurde dieser Prüfbericht im März jedoch von der Bürgerliste sehr misstrauisch beäugt und soll nach Beschluss einer Ratsmehrheit noch mal geprüft werden. In der Gemeinderatssitzung Ende Juni werde das Thema deshalb auch erneut aufgegriffen, kündigt Töpfer an.

Bürgerliste stört sich an Abrechnung

Die Bürgerliste hatte sich unter anderem daran gestört, dass Vaihingen, das den Zweckverband verwaltet, dreimal soviel Geld abgerechnet hat als im Haushalt vorgesehen war, und auch die Arbeit des Vaihinger Oberbürgermeisters in Rechnung gestellt hat. Die Weissacher Verwaltung hatte die Punkte noch während der Sitzung im März erläutert, auch der Vaihinger OB Gerd Maisch nahm gegenüber unserer Zeitung dazu Stellung. Demnach mussten mehr Arbeitsstunden abgerechnet werden wegen der vorangeschrittenen Pläne zu den Hochwasserdämmen in Ried und Eberdingen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte dem Bericht bereits eine uneingeschränkte Bestätigung erteilt.

„Die von der Bürgerliste kritisierten Abrechnungen sind für unsere Verwaltung vollumfänglich nachvollziehbar, belegt und wurden auf Nachfrage erläutert“, sagt Töpfer, der den Grund für den Antrag nicht nachvollziehen kann. „Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten wir keine Kenntnisnahme der Drucksache vorgeschlagen.“ Die von der Bürgerliste, vor allem Gemeinderat Gerhard Strauß, geäußerten Annahmen zur Verrechnung der angefallenen Arbeitsstunden „sind inhaltlich falsch, da die Verwaltungskostenbeiträge selbstverständlich nicht den jeweiligen Mitarbeitern ausgezahlt worden sind“. Hierbei handle es sich lediglich um Verrechnungen der Geschäftsstelle des Zweckverbandes an seine Mitglieder.

Reitze zu Gast im Gemeinderat

„Ich akzeptiere den mehrheitlich von unserem Gemeinderat gewünschten Informationsbedarf“, so Töpfer. Der Beschluss war bei acht Ja- zu sieben Gegenstimmen gefallen. Er habe daher bereits am Tag nach der betreffenden Gemeinderatssitzung Kontakt zu dem Bürgermeister Klaus Reitze aus Vaihingen/Enz aufgenommen. Dieser werde bei der kommenden Gemeinderatssitzung am Montag, 26. Juni, „die gegebenenfalls noch vorhandenen Fragen der Gemeinderäte ausführlich beantworten und die Prüfungsbeanstandungen erläutern“.




Unsere Empfehlung für Sie