Hochzeit im Rems-Murr-Kreis Diese Fotolocations sind die schönsten

Einfach raus in die Natur oder zum urigen „Dörfle“ in Aspach: Der Rems-Murr-Kreis bietet jede Menge schöner Fotospots. Foto: Janine Kyofsky, Gottfried Stoppel

Das strahlende Paar, das richtige Licht – und ein geeigneter Fotospot. Zwei Profifotografinnen geben Tipps, wo und wie die schönsten Hochzeitsfotos entstehen können.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)

Die strahlende Braut, der stolze Bräutigam, die Torte und ein witziges Gruppenfoto mit den Brautjungfern: Die Fotos, die bei einer Hochzeit entstehen, sind ein bleibendes Andenken an den (hoffentlich) schönsten Tag im Leben. Während stimmungsvolle Reportagefotos die Trauung vor Ort einfangen, können die arrangierten Porträts an einem anderen Ort aufgenommen werden. Der Rems-Murr-Kreis bietet dafür viele geeignete Fotolocations. Wir haben die beiden professionellen Hochzeitsfotografinnen Janine Kyofsky aus Backnang und Julia Basmann aus Waiblingen nach Tipps gefragt.

 

Uriger Charme im „Dörfle“ in Aspach Wer es bodenständig und romantisch mag, kann zum Fotografieren ins „Dörfle“ in Aspach gehen. Das Chaletdorf liegt am Hotel Sonnenhof, das der Familie von Schlagerstar Andrea Berg gehört. „Dort gibt es eine kleine Kapelle, Backsteinhäuschen und schöne Natur“, beschreibt Janine Kyofsky. Bleibt man außerhalb des Geländes, sind Fotos auch spontan möglich. Wer ins Innere des Geländes mit See und urigen Almhütten will, sollte sich um eine Genehmigung kümmern.

Schöne Altstädte im Landkreis locken als Fotolocation Historische Gebäude, gepflasterte Straßen, alte Brunnen und Reihen von gut erhaltenen Fachwerkhäusern: Viele Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis eignen sich ebenfalls als Fotokulisse. „Schorndorf hat zum Beispiel eine wunderschöne Altstadt, durch die man schlendern und ab und an stehen bleiben kann, um Fotos zu machen, wenn das Paar gerne eher Architektur möchte“, lautet einer der Tipps von Fotografin Nadine Basmann.

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Viele Orte mit spektakulärer Aussicht über das Remstal Besonders oberhalb des Remstals bietet der Rems-Murr-Kreis einige Punkte mit spektakulärem Ausblick – Janine Kyofsky nennt beispielsweise Schloss Ebersberg in Auenwald oder die Burg Waldenstein bei Rudersberg. Julia Basmann meint: „Auch vom Landgut Burg in Weinstadt hat man einen tollen Blick über das Remstal in den Weinbergen und einen fantastischen Sonnenuntergang. Da lohnt es sich definitiv bis zum Abend zu warten.“ Neben dem Romantik-Faktor hat das Warten auf den richtigen Sonnenstand auch fotografische Gründe: Janine Kyofsky rät, sich mit dem Fotografen abzustimmen, damit die schöne Aussicht und das Brautpaar nicht von der Mittagssonne überstrahlt werden.

Romantische Fotos am Wasserschloss in Oppenweiler Das Rathaus von Oppenweiler liegt in einem kleinen Wasserschloss, das im 18. Jahrhundert im klassizistischen Stil erbaut worden ist. Das hübsche, achteckige Gebäude ist umgeben von einem See und einem Park. „Es bietet eine gute Mischung aus schöner Architektur und Natur“, beschreibt Kyofsky. Allerdings finden im Schloss selbst ebenfalls Trauungen statt, eine entsprechende Anfrage im Rathaus kann also nicht schaden, um einen „Wedding-Crash“ zu vermeiden.

Wald und Wiesen: Spontane, natürliche Traumkulissen für Hochzeitsfotos Manche Brautpaare zieht es für ihre Fotos ganz weit in die Ferne. Janine Kyofsky wurde schon als Fotografin auf Mallorca gebucht, Julia Basmann ist sogar einmal für ein Shooting nach Island gereist. Aber auch direkt vor der Haustür können wunderschöne Fotos entstehen: „Im Rems-Murr-Kreis gibt es viele Wälder, Wiesen und Felder“, meint Kyofsky. Auch das Hofgut Hagenbach in Backnang sei ein schöner Ort zum Fotografieren. „Das ist eben der Vorteil, wenn man so idyllisch wohnt: Man muss nur die Augen offen halten“, sagt Nadine Basmann, die sich zum Beispiel Mohnfelder oder Obstwiesen gerne als Hintergrund für ihre Bilder aussucht. Auch der Welzheimer Wald oder die Hörschbachfälle in Murrhardt böten sich an – wobei letztere einen Fußmarsch erfordern.

Das gibt es bei der Wahl des Orts zu beachten Viele Paare haben eine genaue Vorstellung davon, wo sie sich ablichten lassen wollen. Aber auch da gilt es, sich möglichst vorab mit dem Fotografen abzusprechen: Janine Kyofsky empfiehlt generell Orte, die nicht direkt in der Sonne liegen, sondern auch schattige Bereiche bieten. „Im Hochsommer bei mehr als 26 Grad ist es in der Sonne viel zu heiß, und außerdem ist das Licht dann sehr hart“, sagt die Fotografin. Um Stress zu vermeiden, sei es auch ein großer Vorteil, wenn die Fotolocation und der Trauungsort nahe beieinander liegen.

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Julia Basmann rät zudem, sich zu erkundigen, ob man am Traum-Fotoort eine Genehmigung braucht. „Sonst kann es teuer werden, gerade an Orten wie Schlössern oder Sehenswürdigkeiten“, so die Fotografin. Auch der zum Fotografieren richtige Zeitpunkt sei sehr wichtig: „Sonst hat man entweder zu viel oder zu wenig Licht oder der Sonnenuntergang wird verdeckt von einem Baum oder einem Berg.“

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