Hochzeits-Trends Jeder Trend kommt irgendwann wieder

Lokales: Leona Stolterfoht (leo)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Einladung, Ort, Essen, Kleidung, Musik und Motto – überall hat man die große Auswahl. Kompakt kommt dagegen das Stuttgarter Netzwerk „Stop longing start loving“ daher. Hochzeitsdienstleister aus verschiedenen Bereichen haben sich hier zusammengetan. Dazu zählen die Grafikerinnen von Completely in Marriages, die von Einladungs- über Platz- und Menükarten alles gestalten und die Patisserie Tarte & Törtchen im Stuttgarter Westen, in deren Backstube Aline John aufwendige, aber auch schlichte Hochzeitstorten kreiert. Zu dem Netzwerk gehören auch Yorgos Touloumenidis und Nicole Livaja mit den Eventkomponisten, die Floristikwerkstatt Blattgold, Fotografen, Brautmodengeschäfte und Goldschmiede aus der Region.

Das Netzwerk verspricht, frei von Kitsch zu sein: ohne weiße Tauben und Tamtam – weil das gerade nicht angesagt ist. Wobei Yorgos Touloumenidis schon wieder Ausnahmen macht: „Kitsch kann auch toll sein, wenn er nicht langweilig ist.“ Man ahnt: auch in der Hochzeitsmode kommt jeder Trend irgendwann wieder. Nach dem nostalgischen Vintage-Stil der Zwanzigerjahre mit schmalen Kleidern und Hosenträgern, sind wahrscheinlich bald wieder Puffärmel und Reifröcke in.

Brautmode
In Stuttgart und Umgebung gibt es viele kleine und große Geschäfte für Brautkleider. An dieser Stelle werden zwei außergewöhnliche Läden vorgestellt.

Second -Hand
Die Braut, die sich nicht traut, findet manchmal den Weg nach Stetten (Leinfelden-Echterdingen) zu Melanie Schweizer. In ihrem Laden Trau Dich gibt es ausschließlich Kleider, die schon mal auf einer Hochzeit getanzt haben (oder eben fast – wie im Fall der Bräute, die kurz vorher kalte Füße bekommen haben). „Zu mir kommen geschiedene Frauen mit ihrem neuen Partner, aber auch junge Mädels, die in Tränen ausbrechen, weil sie Fehleinkäufe gemacht haben“, erzählt Melanie Schweizer. Diese können das Kleid bei ihr abgeben – und würden meistens glücklich den Laden verlassen, weil sie ein passendes und günstiges Kleid gefunden hätten.

Historisch
Schon mal getragen sind auch viele Brautkleider, die bei Doris Nothnagel in ihrem kleinen Laden All about dreams in der Stuifenstraße im Osten hängen. Besser als second hand passt aber hier der Begriff historisch: Manche Stücke sind fast hundert Jahre alt. „Aus den 40er Jahren habe ich kaum welche, weil da der Krieg war“, sagt Dagmar Nothnagel, „dafür aber aus den 20ern, 30ern und 50ern.“ Die Stuttgarterin, die Vollzeit in der IT-Branche arbeitet, hat sich mit dem Laden einen Traum erfüllt. „Die Magie von Brautkleidern lässt mich nicht los“. Neben den historischen Kleidern hat sie auch ungetragene von namhaften Designern wie Oscar de la Renta, die es in Deutschland nur selten zu kaufen gibt.

www.allaboutdreams.de; www.traudichbraut.blogspot.de




Unsere Empfehlung für Sie