Hochzeitskleid von Prinzessin Eugenie Die Braut setzt auf schlichte Eleganz – mit mutigem Detail

Von red/AFP 

Schlicht und elegant mit interessanten Details: Das cremefarbene Brautkleid von Prinzessin Eugenie setzte vor allem ihren Rücken in Szene – aus einem besonderen Grund.

Ein Traum in Creme: Das Brautkleid von Prinzessin Eugenie. Foto: POOL PA 12 Bilder
Ein Traum in Creme: Das Brautkleid von Prinzessin Eugenie. Foto: POOL PA

London - In einem mutigen Brautkleid hat Queen-Enkelin Eugenie am Freitag auf Schloss Windsor ihren langjährigen Freund Jack Brooksbank das Ja-Wort gegeben. In einer Robe der britischen Designer-Marke Peter Pilotto, deren beidseitiger V-Ausschnitt eine lange OP-Narbe aus ihrer Kindheit sehen ließ, schritt die 28-Jährige in Begleitung ihres Vaters Prinz Andrew zum Traualtar der St. George’s Chapel. Dort hatten vor fünf Monaten auch Prinz Harry und Meghan Markle geheiratet.

Ohne Spitze oder Tüll, dafür mit Stickereien, lag der Fokus bei Eugenies Brautkleid außerdem auf dem Ausschnitt. Der V-Kragen, der sanft über die Schultern fiel, setzte ihr Dekolleté in Szene. Besonders ins Auge fiel jedoch die Rückseite des Kleides. Diese zierte nicht nur eine lange Schleppe, sondern vor allem ein tiefer Rückenausschnitt.

Mut für Narbe auf dem Rücken wird anerkannt

Laut dem Buckingham Palast war das ein ausdrücklicher Wunsch der Prinzessin, die „mit zwölf Jahren eine Operation hatte, um ihre Wirbelsäulenkrümmung zu korrigieren“. Dem Sender ITV sagte Eugenie, wer seine Narben zeige, könne die Sicht der Gesellschaft auf Schönheit ändern. Ihre mutige Entscheidung brachte der Prinzessin in den sozialen Netzwerken einigen Beifall ein. Wie britische Medien berichten, ist neben dem Schnitt auch der Stoff ungewöhnlich: Der Kragen des Kleides ist mit floralen Symbolen bestickt: Distel, Kleeblatt, York Rose und Efeu sollen auf Wohn- und Lieblingsorte des Brautpaares verweisen.

Noch im Mai hatte ihr der skurrile Hut, den Eugenie zur Hochzeit ihres Cousins Harry trug, so viele beißende Kommentare eingetragen, dass sie nach eigenem Bekunden weinen musste. Trotz heftiger Windböen zeigten sich die rund 850 geladenen Gäste des Brautpaars gut gelaunt. Zu ihnen zählten neben der Königsfamilie unter anderem die US-Schauspielerin Demi Moore, der britische Sänger Robbie Williams sowie die Supermodels Kate Moss, Naomi Campbell und Cara Delevingne. Hollywoodstar George Clooney fehlte hingegen - obwohl Bräutigam Brooksbank Markenbotschafter für seinen „Casamigos“-Tequila ist. Eugenie und Jack bemühten sich redlich, der Traumhochzeit von Meghan und Harry in nichts nachzustehen - bis hin zur Kutschfahrt durch Windsor.

Kritik an Kosten der Hochzeitszeremonie

Doch gerade dieser Programmpunkt der Feier hatte viele ihrer Landsleute empört. Für die 15-minütige Tour müssen Scharfschützen auf den Dächern positioniert und Störsender gegen Drohnen installiert werden. Etwa zwei Millionen Pfund (2,3 Millionen Euro) sind allein für die Sicherheit veranschlagt - zu tragen von den Steuerzahlern. In einem Punkt wurde der Unterschied zwischen den beiden royalen Hochzeiten überdeutlich: Drängten sich bei Harry und Meghan im Mai mehr als 100.000 Schaulustige in den Straßen von Windsor, war die Menge der Schaulustigen am Freitag deutlich überschaubarer.

Die Tochter von Prinz Andrew und seiner Ex-Frau Sarah Ferguson ist derzeit Nummer Neun in der britischen Thronfolge. Sie und Brooksbank lernten sich 2010 im Schweizer Skiort Verbier kennen, seitdem sind sie ein Paar. Laut der britischen Presse kellnerte der heute 32-jährige Studienabbrecher, bis er sich zum Manager der schicken Londoner Bar Mahiki hocharbeitete. Inzwischen habe er einen Wein-Großhandel gestartet und träume davon, eine eigene Kette von Kneipen zu eröffnen, hieß es.