Hochzeitsmesse „Fest versprochen“ in Stuttgart Die neuesten Trends rund ums Heiraten

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Individualität statt Massenabfertigung: Die Hochzeitsmesse „Fest versprochen“ lockt Tausende in die Wagenhallen. Dort präsentieren sich viele Designer, Fotografen und Start-Ups aus der Region mit ihren Ideen für die perfekte Hochzeit.

Inspiration für die Hochzeit gibt an diesem Wochenende die Hochzeitsmesse in den Wagenhallen. Foto: Julia Schramm 15 Bilder
Inspiration für die Hochzeit gibt an diesem Wochenende die Hochzeitsmesse in den Wagenhallen. Foto: Julia Schramm

Stuttgart - Heiraten ist immer auch ein kleiner Konkurrenzkampf. „Jeder möchte natürlich die schönste Hochzeit im Jahr haben“, sagt die Wedding-Planerin Jana Weidmann aus Leonberg. „Aber natürlich ist es auch DAS Fest im Leben. Es gibt nur das eine Fest im Leben.“ Das lassen sich viele etwas kosten: Rund 20.000 bis 30.000 Euro koste eine Hochzeit mit etwa 100 Personen, sagt Weidmann. „Es ist ein teurer Spaß“, sagt sie und lacht.

Heiraten ist ein „teurer Spaß“

Haare und Make-up? Gibt es für schlappe 499 Euro. Aber für eine perfekte Hochzeit braucht es ja nicht nur das perfekte Kleid und die perfekte Frisur. Musik, Essen, Fotograf, Ringe, Dekoration, Bar, Snacks für zwischendurch – auch das alles will geplant sein. Die beiden Stuttgarterinnen Karin Haller und Rosa Pöttinger haben dazu die Messe „Fest versprochen“ ins Leben gerufen. Vor allem viele junge Designerinnen und Start-Ups aus der Region präsentieren sich dort mit ihren Hochzeitsideen wie zum Beispiel Nala Bridal couture aus Kirchentellinsfurt oder Gina Weident-Ignatzi aus Pfullingen, die ihre selbst entworfenen Brautkleider vorstellen. Auch die Eiswerkstatt aus Degerloch ist bei der Messe dabei. Stichwort: Snacks für zwischendurch.

Kristin (28) aus Freudenstadt war schon im vergangenen Jahr mit ihrem Mann auf der Messe. Sie haben ihren Ring dort gekauft. Aber allein die Dekoration der Halle während der Messe habe sie schon für ihre Hochzeit inspiriert: „Hier ist alles mit soviel Liebe zum Detail gemacht“, sagt sie. Man bekomme an jeder Ecke Tipps für die eigene Hochzeit und alle seien sehr hilfsbereit. Dieses Jahr ist sie natürlich nicht für sich selbst da. „Wir machen einen Mädelsausflug“, sagt Kristin. „Ein paar von uns heiraten dieses Jahr.“

Beim Kleid und beim Essen setzen viele Paare auf Einfaches

Wenngleich die Preise für eine Hochzeit nicht ganz so schlicht sind, geht doch der Trend bei der Hochzeit selbst und auch beim Kleid zum Einfachen zurück. Das ist der Eindruck von Rosa Kaiser, die bei Nala in Kirchentellinsfurt arbeitet. „Wir haben inzwischen viele Blazer-artige Kleider oder auch Zweiteiler“, sagt sie. „Es wird tatsächlich schlichter, weil viele nachhaltiger und bewusster einkaufen – auch ihr Brautkleid.“ Zu ihnen kommt, wer Individualität und Handarbeit schätzt. „Wir schneidern nach den Vorstellungen der Braut“, sagt Rosa Kaiser.

Auch Wedding-Planerin Weidmann hat diesen Trend zum Einfachen schon bemerkt: „Viele wählen schon den klassischen Rahmen, aber dazu eine lockere Party mit Grill-Buffet.“

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