Hockey-Regionalliga VfB Stuttgart feiert dritten Aufstieg in Folge
Die VfB-Damen steigen zum dritten Mal in Folge auf. Nach einem 4:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt kehren sie in die dritthöchste Liga zurück.
Die VfB-Damen steigen zum dritten Mal in Folge auf. Nach einem 4:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt kehren sie in die dritthöchste Liga zurück.
Die Hockey-Damen des VfB Stuttgart haben einfach einen Lauf. Mit dem 4:2-Sieg im Relegationsrückspiel bei Eintracht Frankfurt feierten die Spielerinnen den dritten Aufstieg in Folge und nach zehn Jahren die Rückkehr in die drittklassige Regionalliga.
Begonnen hatte der Aufschwung vor zwei Jahren. Nach dem bitteren Abstieg 2023 in die 1. Verbandsliga folgte ein großer Umbruch im Kader. Mit Tobias Krähling und Patrick Golob übernahm ein Trainerduo die Geschicke der Damenmannschaft. Nach einer überragenden Saison mit nur einer Niederlage folgte der Aufstieg in die Oberliga. Getragen von der Aufstiegseuphorie blieben sie bis zur Winterpause ungeschlagen. Nach dem zwischenzeitlichen Aufstieg in der Halle setzten sie ihren Erfolgslauf auch in der Rückrunde fort und sicherten sich mit vier Punkten Vorsprung auf den HC Tübingen die Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation.
„Aller größten Respekt an die Mannschaft“, sagt der Trainer Patrick Golob. „Als Aufsteiger hatte uns natürlich keiner auf der Rechnung und unser Ziel war erst mal oben mitspielen und die Klasse sicher zu halten“, fügt er an. Dass es direkt so gut funktioniert, hatte jedoch wohl keiner vor der Saison geahnt.
Schon im Relegationshinspiel vor einer Woche gegen den Hessen-Meister Eintracht Frankfurt wurde deutlich, dass die Stuttgarterinnen die spielerisch überlegene Mannschaft sind. Nach dem frühen Rückstand in der ersten Minute drehte die Argentinierin Aluhe Camps Fernandez die Partie mit einem Doppelpack zum verdienten 2:1-Sieg. „Im Hinspiel haben wir uns sehr schwer getan, da waren wir noch sehr nervös“, blickt Golob auf das Heimspiel zurück.
Im Rückspiel in Frankfurt waren die Spielerinnen von Anfang an besser in der Partie und gingen bereits in der dritten Minute durch den Treffer von Helen Strobel in Führung. „Wir haben die Favoritenrolle gut angenommen und direkt gezeigt, was wir können“, sagt Golob. Viola Markwitz erhöhte nach 27 Minuten mit einem Schuss in den Winkel auf 2:0. Alue Camps Fernandez traf in ihrem letzten Spiel für den VfB Stuttgart erneut doppelt und sorgte damit in der 48. Minute für die Entscheidung. Ihren ersten Treffer erzielte sie durch eine Strafecke, bei ihrem zweiten Tor setzte sie sich gegen drei Gegenspielerinnen durch und schob den Ball an der Frankfurter Torhüterin vorbei.
In der Schlussphase konnten die Gastgeberinnen noch verkürzen, gefährdet wurde der Sieg der Stuttgarterinnen dadurch jedoch nicht. „Wir haben es danach noch geschafft, uns wieder zu fangen und den Sieg nach Hause zu bringen“, sagt der Trainer. Gemeinsam mit den rund 60 in einem Reisebus angereisten Fans wurde im Anschluss ausgelassen gefeiert.
In der kommenden Saison werden die Wege für die Stuttgarterinnen nun deutlich weiter. In der Regionalliga Süd spielen Mannschaften aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz. Nach langer Zeit wird es damit auch wieder ein echtes Stadtderby geben, denn auch die Frauen des HTC Stuttgarter Kickers spielen in der dritthöchsten Hockeyliga. „Die Regionalliga ist natürlich sehr gut aufgestellt, die Klasse zu halten wäre sportlich ein riesiger Erfolg“, sagt der Trainer Golob.