Höhepunkt der Leoniden Stuttgarter Sternschnuppen-Fans haben beste Sicht

Von red/dpa 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag erreicht der Sternschnuppenstrom der Leoniden seinen Höhepunkt. In Stuttgart spielt das Wetter Himmelsbeobachtern aller Voraussicht nach in die Karten.

Die Leoniden sind nach dem Sternbild Löwe benannt, aus dessen Richtung sie scheinbar auftauchen. Foto: dpa
Die Leoniden sind nach dem Sternbild Löwe benannt, aus dessen Richtung sie scheinbar auftauchen. Foto: dpa

Stuttgart/Berlin - Der jedes Jahr im November auftretende Sternschnuppenstrom der Leoniden erreicht sein Maximum in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Und es gibt gute Nachrichten für Sternschnuppen-Freunde in Stuttgart. „Die Nächte werden bis einschließlich Sonntag wahrscheinlich sternenklar sein“, sagte Marco Puckert vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart am Freitag. Dennoch könne Nebel vereinzelt grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. „Allerdings müssen sich Sternengucker warm anziehen. Es ist mit Nachtfrost zu rechnen.“ Die Temperaturen sollen in der Region Stuttgart nachts auf bis zu Minus drei Grad sinken.

Schlechte Nachrichten gibt es allerdings für Sternschnuppen-Freunde im Norden des Landes: Wenn der Sternschnuppenstrom der Leoniden in der Nacht von Samstag auf Sonntag seinen Höhepunkt erreicht, versperren ihnen vielerorts Wolken die Sicht. „Außerdem wird es mit null bis minus sechs Grad knackig kalt“, sagte die Meteorologin Julia Fruntke vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Donnerstag. „Die besten Chancen auf freie Sicht gibt es zwischen dem Mittelgebirge und der Donau.“

Leoniden sind nach dem Sternbild Löwe benannt

Auch dort sind allerdings die Aussichten, eine Sternschnuppe zu erwischen, in diesem Jahr nicht so gut wie sonst. Experten rechnen mit einer geringeren Aktivität der Leoniden als in den Vorjahren. „Erwartet werden bis zu zehn Sternschnuppen pro Stunde“, sagte der Leiter des Potsdamer Urania-Planetariums, Simon Plate. Am besten seien sie in den frühen Morgenstunden in dunkler Umgebung zu sehen. „In der zweiten Nachthälfte schaut man in Fahrtrichtung der Erde. Weil die Erde den Leoniden entgegenläuft, sieht man sie dann besser“, so Plate.

Die Leoniden sind nach dem Sternbild Löwe (lat.: Leo) benannt, aus dessen Richtung sie scheinbar auftauchen. Ihren Ursprung haben die Meteore in der Trümmerwolke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Sobald Bruchstücke des Kometen in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie und werden zu Sternschnuppen. „Die Leoniden gehören zu den schnellsten Sternschnuppen, die wir beobachten können. Sie haben eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Sekunde“, sagte Plate.

Wer die Leoniden verpasst, muss nicht lange auf die nächste Gelegenheit zum Sternschnuppen-Gucken warten. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember wird das Maximum der Geminiden erwartet, die sogar aktiver sind als die Leoniden. Stündlich könnten dann bis zu 120 Sternschnuppen über den Himmel huschen.

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