Hofmarkt Schmid in Waiblingen Diese Erdbeer-Sorten wachsen auf den Feldern: Wodurch unterscheiden sie sich?

Lambada-Erdbeeren vom Hofmarkt Schmid in Waiblingen. Foto: Schmid

Von „Clery“ bis „Malwina“: Erdbeeren unterscheiden sich nicht nur im Aussehen, sondern auch im Geschmack und in der Erntezeit. Doch welche Früchte schmecken am besten?

Volontäre: Marie Part (par)

Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere. Zu den roten Früchten zählen zahlreiche Sorten, die sich im Geschmack sowie in der Konsistenz und Erntezeit unterscheiden. Auf den Feldern in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) werden mehrere Sorten angebaut, die sich im Laufe der Saison gegenseitig ablösen.

 

„Es gibt über 100 verschiedene Erdbeersorten, doch wir konzentrieren uns auf wenige Hauptsorten“, erzählt Daniel Schmid. Er ist Geschäftsführer des Hofmarkts Schmid. Der Familienbetrieb ist vor über 30 Jahren entstanden und erntet schon seit dem Jahr 1996 Erdbeeren im Freiland.

Welche Sorten gibt es auf den Feldern vom Hofmarkt Schmid?

Auf die frühen Sorten folgen mittelfrühe, normale, etwas spätere und schließlich sehr späte Sorten. Jede von ihnen hat ein Erntefenster von etwa zwei bis drei Wochen. Dann kommt schon die nächste Sorte. Dadurch gibt es Erdbeeren von Mai bis August.

Den Anfang macht die frühe Sorte „Clery“. Sie wird seit dem 8. Mai geerntet und ist inzwischen auch im Verkauf erhältlich. Diese Erdbeeren sind süß, fest und können gut gelagert werden. Sie eignen sich gut für Kuchen und zum direkten Verzehr. Die Früchte können zwischen Anfang und Mitte Mai geerntet werden.

Als Nächstes folgt die Sorte „Joly“. Es handelt sich dabei um eine in Italien gezüchtete, mittelfrühe Sorte, die für ihre sehr süßen, knackigen und leuchtend roten Früchte bekannt ist.

Frisch gepflückte Erdbeeren der Sorte „Clery“ (Symbolbild). Foto: Soeren Stache/dpa

Etwa zur gleichen Zeit wie die Sorte „Joly“ werden auch die „Lambada“-Erdbeeren reif. Diese Sorte gilt geschmacklich als besonders gut, ist im Anbau jedoch anspruchsvoll. „Es ist ein wenig schwieriger, sie zu produzieren, weil sie so weich ist“, erklärt Schmid. Sie kann nur morgens zwischen neun und elf Uhr gepflückt werden. Die Früchte schmecken sehr süß und saftig, können aber nicht sehr lange aufbewahrt werden.

Im weiteren Verlauf der Saison folgen die süß-säuerliche Sorte „Symphony“, die robuste Sorte „Ravellia“, die dunkelrote Sorte „Malwina“ und die geschmacksintensive „Marieka“.

Wann schmecken Erdbeeren am besten?

Entscheidend für den Geschmack der Erdbeeren ist, in welchem Stadium sich die Pflanze befindet. Erdbeerpflanzen tragen in der Regel zwei Jahre lang ernetereife Früchte. Im ersten Jahr sind die Früchte oft besonders groß. Im zweiten Jahr wird die Pflanze so stark, dass sie viel mehr Beeren produziert, die aber dafür kleiner sind.

„Die Beeren werden dann oft nicht so optimal versorgt und schmecken nicht so gut“, meint Schmid. Besonders aromatisch seien die Früchte oft zu einem späteren Zeitpunkt. „Wenn die frühen Sorten ungefähr drei Wochen durchgepflückt wurden, dann kommen die allerbesten Beeren“, meint der Produzent.

Wie wichtig ist das Aussehen bei Erdbeeren wirklich?

Im Groß- und Einzelhandel ist laut Daniel Schmid vor allem die Festigkeit der Früchte wichtig, da die Erdbeeren dort oft möglichst lange haltbar sein sollen. Doch genau das gehe häufig zulasten des Geschmacks. Denn eine feste Frucht besitze oft keinen hohen Zuckergehalt und nicht so viel Aroma.

„Guter Geschmack und eine etwas weichere Frucht hängen oft zusammen“, erklärt der Erzeuger. Für Verbraucher bedeutet das: Eine gutaussehende Erdbeere ist nicht immer automatisch die beste Wahl.

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