Hohenheimer Park Warum ein WC-Häuschen warten muss

Mit Rollstuhl keine Chance ohne Hilfe: das Klo-Häuschen im Hohenheimer Garten. Foto: Lucia Parbel
Mit Rollstuhl keine Chance ohne Hilfe: das Klo-Häuschen im Hohenheimer Garten. Foto: Lucia Parbel

Die öffentlichen Toiletten im Hohenheimer Park haben ihre beste Zeit hinter sich. Es gibt Wünsche, doch es tut sich wenig bis nichts.

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Hohenheim - Eine barrierefreie, rollstuhlgerechte Toilette für den Hohenheimer Park – das wünscht sich der Bezirksbeirat Plieningen. Wer ab und zu im Botanischen Garten unterwegs ist, weiß: Aktuell ist das WC-Häusle weit von dieser Vorstellung entfernt. Die schlechte Nachricht: bis sich der Wunsch erfüllt, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Denn die Zuständigkeiten für die nötigen Neuerungen sind alles andere als klar.

Ein Rohrbruch wurde gerade repariert, das Häuschen ist nun wieder benutzbar für die Besucher im Park. Die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS), die die Reparaturen durchgeführt hat, darf große bauliche Veränderungen nicht vornehmen, denn Grund und Boden gehören dem Land – und damit auch die WC-Anlagen. Die Stadt hat einen Mietvertrag mit dem Land und ist für die Pflege und Instandhaltung zuständig, nicht aber für eine Planung einer besseren Lösung.

Auch bei der Uni Hohenheim gehen Beschwerden ein

Das Toilettenhäuschen beschäftigt aber auch die Uni. Hin und wieder, vor allem nach sonnigen Wochenenden, gingen bei der Universität Hohenheim Beschwerden wegen Reinigungsmängeln oder der fehlenden Barrierefreiheit ein, berichtet Elke Strub vom Liegenschaftsamt der Universität. Denn Besucherinnen und Besucher können ja nicht ahnen, dass das Häuschen nicht von der Uni verwaltet wird. Die Universität ihrerseits könne aber Beschwerden nur weiterreichen, selbst tun könne sie nicht viel, so Strub weiter. Als Landesbehörde könnten sie Veränderungsvorschläge dem Land nur nahelegen, ähnlich wie der Bezirksbeirat der Stadt.

Strub möchte deshalb anregen, dass sich alle Beteiligten – sprich Uni, Land, AWS und Bezirksbeirat – im Herbst zusammensetzen, um über die Möglichkeiten und Kosten für einen Neubau zu beraten. In diesem Rahmen könnte dann auch über den im Bezirksbeirat geäußerten Wunsch nach einer „Toilette für alle“ diskutiert werden.




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