Kann man finden wie man will: Surferboys als Türsteher, Models als Verkäufer: Die Modemarke Hollister baut sich gerade einen Laden in der Stiftstraße.

Stuttgart - Dunkle Erinnerungen begleiten den Namen Hollister. Mal in den Laden in New York reinspaziert, war natürlich heller Tag, Tür auf: Nacht. Das Lichtkonzept der Firma Hollister beschränkt sich auf das, was anderen Geschäften die Notbeleuchtung ist. Daher auch immer mit T-Shirt in der Hand unter eine der wenigen Glühbirnen gelaufen, um überhaupt erkennen zu können, um welche Farbe es sich handelt. Nix gekauft am Schluss.

Shop in der Stiftstraße

Bald kann man nun auch in Stuttgart im Dunkeln tappen. Beziehungsweise bei Hollister shoppen. Die amerikanische Modemarke baut sich gerade einen Shop in der Stiftstraße. Und zwar praktisch im Modehaus Fischer. Die haben einen ganzen Teil ihres Geschäftes abgetreten und abgetrennt, nun wird dort umgebaut. Natürlich alles ohne offizielle Bekanntmachung des Labels, Werbung hat man hier nicht nötig. Wann genau der Shop fertig sein wird weiß dann auch noch niemand. Wir schätzen aber mal stark noch im Frühjahr.

In Sachen Inszenierung gleicht die Marke dem großen Bruder "Abercrombie and Fitch", auch in Stuttgart erwarten wir also künftig durchtrainierte Surferboys als Türsteher. Und so genannte Store-Models in knapper Bekleidung. Sind ein bisschen gespannt, ob denen auch für Stuttgart ein lockeres "Hey Guys, what´s up?" antrainiert wird. Funktionieren eigentlich alle wie  Lichtschranken. Geht man vorbei, löst man den Spruch aus. So ein bisschen "international" in Germany halt. Unter Umständen bildet sich dann auch vor diesem Laden eine Schlange. War zumindest bei der Eröffnung des Shops in Frankfurt so. Aber ganz so exklusiv ist eigentlich nur noch die Lage des Geschäfts. Ende April eröffnet auch im Breuningerland in Ludwigsburg eine Filiale der Modemarke. So ist es dann auch wieder.