Hollywoodstar am Neckar Katherine Heigl: "Cool day" im kalten Esslingen

Von Theresa Schäfer 

Hollywoodstar Katherine Heigl auf Stippvisite in Esslingen, der Geburtsstadt ihres Opas.

Ein Foto mit der Braut: Hollywoodstar Katherine Heigl (links) machte wieder gut, dass sie am Freitag in Esslingen alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Foto: Beytekin 62 Bilder
Ein Foto mit der Braut: Hollywoodstar Katherine Heigl (links) machte wieder gut, dass sie am Freitag in Esslingen alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Foto: Beytekin

Esslingen/Stuttgart – Wer am Freitagvormittag im Alten Esslinger Rathaus heiratete, musste sich die Aufmerksamkeit mit einer sehr schönen, sehr blonden Amerikanerin teilen: Die Schauspielerin Katherine Heigl machte auf ihrer Promotour für ihren neuen Film „Einmal ist keinmal“ Station am Neckar – der Heimat ihres Großvaters Reinhold Engelhard, der 1926 in die Neue Welt aufbrach. „Aufregend und sehr bewegend“, sei es gewesen, vor seinem Geburtshaus zu stehen, erzählte die 33-Jährige, die dem deutschen Publikum vor allem aus der Fernsehserie „Grey’s Anatomy“ bekannt ist.

"75 percent german"

Mit ihrer Mutter Nancy, Reinholds Tochter, hatte sich Heigl nämlich schon am Donnerstag von Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger durch die Mittelalterstadt führen lassen – ohne die vielen Medienvertreter und Fotografen, die sich einen Tag später in Esslingen einfanden. „Very cool“ sei der Tag in Esslingen gewesen, schrieb Heigl auf ihrem Twitteraccount – „und nicht nur wegen des Winterwetters“. Heigl, die sich selbst als „75 percent german“ bezeichnet, zeigte sich vor allem beeindruckt von der langen Geschichte der Neckarstadt.

Deutsch spricht die 33-Jährige nicht, aber die schwäbische Küche weiß sie zu schätzen: „Spätzle, Rahmschnitzel, Sauerkraut“ und vor allem die „german cookies“ – „Pfeffernüssen and Springerle“ -, die ihre Mutter zur Weihnachtszeit nach überliefertem Familienrezept backe.

Auch die schwäbische Verwandtschaft ist da

Unter die Journalisten, Fotografen und ein paar schulschwänzende Gymnasiastinnen mischte sich auch Katherine Heigls schwäbische Verwandtschaft: Rainer Fahrion brachte sogar extra eine US-amerikanische Flagge mit. Sein Großvater war der Onkel von Heigls Mutter Nancy. Und Ursel Zmaila aus Waiblingen hat die Heigls schon häufiger in den USA besucht. Die 71-Jährige hatte Sorge, ob der berühmte Gast sie überhaupt erkennt. Völlig unbegründet, wie sich herausstellt: Die Verwandten saßen beim Pressegespräch in der ersten Reihe und wurden von Katherine Heigl und ihrer Mutter freudig begrüßt.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, einem Bussi für OB Zieger und der Fragestunde für die Journalisten gab Katherine Heigl bei Minusgraden tapfer Autogramme. Dabei legte die 33-Jährige schwäbische Disziplin an den Tag: Während die Fotografen in ihren Daunenjacken bibberten, trotzte die Schauspielerin in ihrem dünnen Designermantel der eisigen Kälte mit einem eisernen Lächeln. Und versöhnte sogar die Braut, der sie die Schau gestohlen hatte: Mit einem gemeinsamen Foto.

 




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