Holocaust-Gedenktag Bald gibt es keine Zeitzeugen mehr

Der Völkermord im Nationalsozialismus ist bereits seit mehr als sieben Jahrzehnte Geschichte. Ein Video von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg beschäftigt sich damit, dass irgendwann keine Menschen mehr da sein werden, die zu jener Zeit lebten.

Ludwigsburg - Das Konzentrationslager Auschwitz wurde vor 76 Jahren, am 27. Januar 1945, befreit. Darum ist dieses Datum der internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust; an all jene, insbesondere der Juden, die während des Nationalsozialismus in Deutschland verfolgt und massenweise ermordet wurden.

Noch gibt es Zeitzeugen, die den Völkermord zwischen 1941 und 1945 erleben mussten. Diese tragen die Erinnerungen an die Zeit des 2. Weltkrieges in sich und erinnern auch die Öffentlichkeit immer wieder an die Gräueltaten. Doch es wird die Zeit kommen, in der die Gesellschaft weiter lebt – ohne jene Zeitzeugen.

Niemals wieder

Der Regisseur und Drehbuchautor Mario Dahl hat zum Thema „Erinnern an den Holocaust“ einen dreiminütigen Film gedreht. Er ist Student an der Filmakademie Baden-Württemberg und gemeinsam mit anderen Studenten widmete er sich dem Projekt im Rahmen einer Ausschreibung des Auswärtigen Amts.

In „Never again“, zu deutsch: „niemals wieder“, erinnert sich eine Frau zurück an die Zeit, als sie als Mädchen Zeugin einer Hinrichtung von Gefangenen durch SS-Soldaten wurde.

Lesen Sie auch: Zahlreiche Appelle zum Einsatz gegen Antisemitismus

Laut Dahl beruhe die Szene auf keinem historischen Ereignis, jedoch sei die Sprecherin - Eve Slatner - eine tschechische Jüdin, die in den 30er-Jahren mit einem Kindertransport nach England in Sicherheit gebracht wurde dann in den USA und heute in Berlin lebte.




Unsere Empfehlung für Sie