Holt ihn nach Esslingen! Der Himmelsbote von Hürtgenwald

Vorsicht, scharfes Gespann! Foto: dpa

Klingelingeling, klingelingeling – hier blitzt der Weihnachtsmann.

Esslingen - Hohohohooo. Oder besser Hahahahaaa? Im kleinen Eifel-Dörfchen Hürtgenwald haben Unbekannte einen Blitzer- in einen Weihnachtsmann-Schlitten umdekoriert. Liebevoll haben sie dazu noch ein Rentier-Pärchen aus Holz ausgesägt und dem Weihnachtsmann die Zügel dafür in die Hand gegeben. Und das war beileibe nicht das erste Mal, dass sich irgendwelche selbst ernannten Himmelsboten im Kreis Düren an Verkehrsüberwachungsanlagen zu schaffen gemacht hatten. In der Woche zuvor sind bereits zwei Radarsäulen – eine ebenfalls in Hürtgenwald, die zweite im nahen Niederzier – mit Weihnachtsmann-Mützen bestückt worden, hat die dpa vermeldet. Der Kreis habe die Aktion gelassen hingenommen und den Weihnachtsmann nur etwas versetzt – sodass weiter gemessen werden konnte. Was mit den roten Radar-Häubchen passiert ist, war dem 30-Zeiler leider nicht zu entnehmen.

 

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Nun soll ja an dieser Stelle nicht zu Straftaten aufgerufen werden. Deshalb wenden wir uns direkt ans Esslinger Rathaus. Genauer gesagt an den neuen OB Matthias Klopfer. Denn das ist Chefsache: Angeblich weiß die Kreisverwaltung in Düren noch nicht so recht, wohin mit Weihnachtsmann und Rentieren, wenn ihr mobiler Blitzer in diesen Tagen mal wieder seinen Einsatzort wechselt. Eine schnelle Mail aus dem schwäbischen Esslingen an die nordrhein-westfälische Kreisverwaltung dürfte beiden Seiten helfen: Das weihnachtliche Gespann könnte dem etwas ärmlich dekorierten Esslingen zu einem mächtigen Aufschwung im Endspurt vor Heiligabend verhelfen – und die Stadt würde mit ihrem eigenen fahrbaren Radarschlitten darunter noch einmal ordentlich abkassieren. Denn welcher Autofahrer hält so ein himmlisches Arrangement schon für eine irdische Schikane? Es könnte aber auch sein, dass er angesichts des ungewöhnlichen Anblicks auf die Bremse tritt. Was ja auch nicht schadet – es sei denn, der Hintermann hat nicht genug Abstand gehalten.

Allerdings müssten sich Herr und Geschirr ziemlich zackig auf den Weg nach Süden machen, um noch rechtzeitig vor Heiligabend auf der B 10 oder in der Augustinerstraße ihre Hand aufzuhalten. Das dürfte aber kein Problem sein. Denn der Tradition zufolge kommen Weihnachtsmann und Rentiere ja immer angeflogen. Und warum sollte das ausgerechnet in diesem Fall anders sein?

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