Holzgerlinger Schwäne Zwei der fünf Küken sind tot
An der Burg Kalteneck schlüpften fünf Schwanenküken – doch nur drei haben überlebt. Die Stadt Holzgerlingen bittet um Rücksicht, während die kleinen Schwäne um ihre Zukunft ringen.
An der Burg Kalteneck schlüpften fünf Schwanenküken – doch nur drei haben überlebt. Die Stadt Holzgerlingen bittet um Rücksicht, während die kleinen Schwäne um ihre Zukunft ringen.
Die Schwanenfamilie, die an der Burg Kalteneck lebt, hat erneut Nachwuchs bekommen – und Holzgerlingen freut sich mit den stolzen Eltern. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sind Anfang Mai fünf Küken geschlüpft. Allerdings: „Aktuell leben von den ursprünglich fünf Küken noch drei“, berichtet Stadtsprecher Dirk Hamann. Die verbliebenen Jungtiere entwickelten sich gut – ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Schwaneneltern Hänsel und Gretel, die seit Jahren im Burggraben zu Hause sind.
Schon in den Stadtnachrichten der Kalenderwoche 20 verkündete die Stadt freudig: „Am Graben der Burg Kalteneck sind wieder Küken unseres Schwanen-Paares Hänsel und Gretel geschlüpft. Und? Es sind fünf auf einen Streich!“ Seitdem werden die kleinen Schwäne liebevoll umsorgt – nicht nur von ihren Eltern, sondern auch von Arthur Braun, dem Hausmeister der Burg. „Er gibt täglich ein wenig Futter zu, beobachtet ganz genau, wie es den Tieren geht und ob sich irgendwelche Räuber in der Nähe befinden“, sagt Hamann. Denn wie im Vorjahr auch sind die Kleinen zahlreichen Gefahren ausgesetzt – Fuchs und Waschbär beispielsweise.
Um Räubern besser auf die Spur zu kommen, wurde nun sogar ein technischer Helfer angebracht. „Dafür wurde zur nächtlichen Beobachtung jetzt sogar eine kleine Wildtier-Kamera installiert“, berichtet die Stadt. Ziel sei es, so erklärt Arthur Braun in einer Pressemitteilung, „im schlimmsten Fall herauszufinden, welches Tier es auf unseren Schwanennachwuchs abgesehen hat, und dann eventuell im nächsten Jahr kleinere Maßnahmen umzusetzen, um sie zu schützen.“
Der Schutz der Tiere sei der Holzgerlinger Stadtverwaltung ein großes Anliegen – und deshalb gibt es auch einen eindringlichen Appell an alle Besucherinnen und Besucher. „Sehr gerne darf die Schwanen-Familie an unserer schönen Burg Kalteneck besucht werden, aber mit respektvollem Abstand und möglichst ohne die Tiere zu stören“, betont Dirk Hamann. Denn obwohl Papa Hänsel auch dieses Jahr „ganz scharf darauf aufpasst, dass seiner Familie niemand zu nahe kommt“, sei Rücksichtnahme das oberste Gebot.
Mit etwas Glück schaffen es die drei verbliebenen Küken ins Teenageralter und dürfen – wie ihr großer Bruder im letzten Jahr – im kommenden Frühjahr in eigene Gewässer ziehen. „Daumendrücken für die Schwanen-Babys – und hoffen, dass es die Natur gut mit ihnen meint“, heißt es abschließend von der Stadt.