Homburger kehrt zurück an die Basis FDP erneuert die Führung der Landespartei

Birgit Homburger ist noch bis Samstag Landesvorsitzende der FDP. Foto: dpa
Birgit Homburger ist noch bis Samstag Landesvorsitzende der FDP. Foto: dpa

Am Samstag ist Landesparteitag der FDP. Dabei wird ein neuer Landesvorsitzender gewählt, die derzeitige Landeschefin Birgit Homburger bewirbt sich nicht mehr um das Spitzenamt. Drei Männer wollen ihre Nachfolge antreten.

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Stuttgart - Die Parteiführung der Landes-FDP wird sich beim Parteitag am Samstag in Filderstadt dramatisch verändern. Außer der bisherigen Vorsitzenden Birgit Homburger treten auch zwei der drei Stellvertreter nicht mehr an: Florian Toncar (34) und Volker Beisel (37).

Drei Männer bewerben sich um den Landesvorsitz: Hosam el Miniawy (37), Unternehmensberater und Ortsvorsitzender der Liberalen in Nürtingen, Hans-Ulrich Rülke (52), Fraktionschef der Landtagsliberalen und Michael Theurer (46), Europaabgeordneter der FDP aus Horb. In ihrer Vorschau auf den Parteitag hielt sich die scheidende Chefin mit Einschätzungen zurück. Sie meinte lediglich, die Kandidaten hätten bei vier Regionalkonferenzen der Partei in den Regierungsbezirken gut zugehört und aufgenommen, was die Basis will: eine Personalentscheidung erst auf dem Parteitag. „Gebt uns eine Auswahl,“ so Homburger, sei der Wunsch der Partei.

Zwei Stellvertreter treten ab

Die haben sie auch bei den Stellvertretern. Nur der bisherige Vize Hartfried Wolff (42) möchte sich erneut bewerben. Interesse an einer Kandidatur wird bei Sascha Fiek (39, Freiburg) und Judith Skudelny (38, Leinfelden-Echterdingen) vermutet.

„Die FDP hat einen Überlebenswillen,“ sagt Homburger. „Der Erfolg bei der Bundestagswahl 2009 war der Anfang vom Abstieg der FDP; genauso kann die Niederlage jetzt der Beginn des Wiederaufstieges sein.“ Nach der Bundestagswahl habe man rund 25 Austritte verzeichnet, aber auch mehr als 150 Eintritte, sodass die Liberalen im Land gut 7000 Mitglieder haben. Die Partei bereite sich auf die anstehenden Wahlen vor. Für die Europawahl werde man flächendeckend Kandidaten präsentieren. Auch zur Kommunalwahl sei man „gut unterwegs“. „Die FDP wird dringend gebraucht“, glaubt Homburger, die ehrenamtlich an der Parteibasis weiterarbeiten möchte.

Spitzenplatz für Europa

Nach dem Landesparteitag am Samstag findet am Sonntag die Landesvertreterversammlung zur Europawahl 2014 statt. „Wir haben gute Chancen, auf der Bundesliste einen vorderen Platz zu bekommen“, sagt Homburger. 2009 hatte Silvana Koch-Mehrin, die für die Südwest-Liberalen in die Wahl ging, den Spitzenplatz inne. Sie kandidiert nicht mehr, ist auch nicht mehr Mitglied der Südwest-FDP. Michael Theurer hatte es 2009 von Platz acht der Bundesliste ins Europaparlament geschafft. Er dürfte am Sonntag der neue Spitzenkandidat der Landes-FDP werden.

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