Videoaufnahmen eines brutalen Macheten-Angriffs in einem beliebten Ausgehviertel haben in Hongkong für Entsetzen gesorgt. Mehrere bewaffnete Männer griffen ein an einer Ampel wartendes Auto an. Die Polizei spricht von einem Bandenkrieg.

Videoaufnahmen eines brutalen Macheten-Angriffs in einem beliebten Ausgehviertel haben in Hongkong für Entsetzen gesorgt. Darauf ist zu sehen, wie mehrere bewaffnete Männer am frühen Freitagmorgen ein an einer Straßenkreuzung wartendes Auto angreifen, nach kurzer Zeit aber flüchten. Die Polizei sprach von einem Bandenkrieg der Hongkonger Mafia, sie meldete vier Festnahmen. Drei mutmaßliche Bandenmitglieder wurden demnach verletzt.

Auf dem Video ist zu sehen, wie vier Männer im Viertel Lan Kwai Fong mit machetenähnlichen Messern aus einem Auto springen und einen weißen Wagen an der Ampel attackieren. Daraufhin rammt ein schwarzer Lieferwagen das Fahrzeug der Angreifer und erfasst mindestens zwei der Männer. Mehrere weitere bewaffnete Männer stürmen ins Bild, brechen den Angriff dann jedoch abrupt ab und flüchten.

Insgesamt sind Gewaltverbrechen in Hongkong sehr selten

Nach Angaben des leitenden Polizisten Tony Ho waren an dem Messerangriff mindestens acht Männer beteiligt. Auf sie seien mindestens zwei Schüsse abgefeuert worden, sagte er weiter. Einer der Angreifer musste demnach wegen einer Schusswunde im Unterleib operiert werden, zwei weitere erlitten eine Bein- sowie eine Kopfwunde. Am Tatort fand die Polizei unter anderem neun Messer und eine Kugel aus einer halbautomatischen Waffe.

Laut Kommissar Ho handelte es sich um eine Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Mafia-Banden, sogenannten Triaden, die sich schon seit längerem wegen der Aufteilung der Gewinne aus dem Drogenhandel und dem illegalen Glücksspiel bekriegen. Die Öffentlichkeit müsse wegen des „vereinzelten Vorfalls“ aber nicht beunruhigt sein. Schusswaffengewalt sei nach wie vor in der chinesischen Sonderverwaltungszone äußerst selten.

Insgesamt sind Gewaltverbrechen in Hongkong sehr selten. Zwar sind dort nach wie vor die Triaden aktiv, doch sind sie längst nicht mehr so mächtig wie in den 1970er bis 1980er Jahren. Zu ihren kriminellen Geschäften zählen vor allem Erpressung und Schmuggel.