Hopfengarten beim VfL Sindelfingen Biergarten-Pläne gescheitert

Vor einem Jahr kündigte Faude noch eine baldige Teileröffnung an. Dazu kam es allerdings nie. Foto: /Stefanie Schlecht

Der lange angekündigte Hopfengarten der Gastronomen Tobias Faude und Joachim Breitmayer ist gescheitert. Was sind die Gründe? Und wie geht es weiter?

Böblingen: Leonie Schüler (lem)

Eigentlich hätte im März dieses Jahres der neue Biergarten beim Sportverein VfL Sindelfingen eröffnet werden sollen, so hatte es der Gastronom Tobias Faude vor einem Jahr angekündigt. Dazu kam es nicht, stattdessen gab sein Verpächter, die Brauerei Dinkelacker, nun das Aus des geplanten Hopfengartens bekannt.

 

Auf Nachfrage nach den Gründen sagt Tobias Faude, der mit der Breitmayer-Faude-Gastronomie unter anderem vom Bootshaus und dem B 3 in Böblingen sowie von der Weindorf-Laube Schluckspecht bekannt ist, dass die Kosten explodiert seien. Absehbar sei das nicht gewesen, „das wurde erst in den letzten Wochen klar, dass es deutlich unser Budget übersteigt“. Die Kosten der Handwerker seien gestiegen, außerdem seien zusätzliche Leistungen angefallen. Er bedaure das Scheitern des Projekts sehr, zumal er selbst Sindelfinger sei und finde, dass der Stadt ein Biergarten fehle. „Aber man muss dann auch so ehrlich sein und sagen, es geht halt nicht.“ Seine anderen Gastronomiebetriebe seien nicht betroffen und blieben bestehen, betont Faude. „Es geht uns nicht schlecht, nur die Kosten-Nutzen-Rechnung von diesem Objekt hat nicht gestimmt.“

Beim VfL Sindelfingen sei die Enttäuschung groß, sagt der sportliche Geschäftsführer Harry Kibele, zumal der Verein schon lange auf eine neue Gastronomie warte. Aber er sei zuversichtlich, dass die Brauerei Dinkelacker, mit der der Pachtvertrag bestehen bleibe, einen neuen Biergartenbetreiber finde. „Wir sind sehr interessiert daran, Leben auf das Areal zu bekommen“, sagt Kibele.

Auch bei der Brauerei wird an den Plänen für eine Außengastronomie festgehalten. „Der Biergarten, der wird stattfinden – aber nicht in diesem Jahr und nicht mit den Herren Faude/Breitmayer“, sagt Til Odenwald von der Brauerei Dinkelacker. Da die Vertragsauflösung noch ganz frisch sei, stehe die Suche nach einem Nachfolger ganz am Anfang. „Das ist wie in einer guten Ehe, da schaut an nicht schon vorher links und rechts“, sagt Odenwald. Er sei aber guter Hoffnung, einen Gastronomen für den Biergartenbetrieb zu finden, erste Gespräche hätten stattgefunden. „Die Lage ist gut, wir sind von dem Projekt überzeugt und halten daran fest.“ Ziel sei, den Biergarten mit Beginn der Saison 2025 eröffnen zu können.

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