Horst Seehofer und das Heimatministerium „Heimat ist eindeutig weiß, christlich und männlich“

Von kaf 

Horst Seehofer und das Heimatministerium: Ein Foto, das die komplette „Führungsmannschaft“ bestehend aus Männern im reiferen Alter zeigt, sorgt für Furore auf Twitter. Dabei stört die User nicht nur die Abwesenheit von Frauen auf diesem Bild.

Dieses Foto wurde nach viel Kritik im Netz ausgetauscht: Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat seine „Führungsmannschaft“, bestehend nur aus Männern, präsentiert. Foto: https://www.bmi.bund.de
Dieses Foto wurde nach viel Kritik im Netz ausgetauscht: Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat seine „Führungsmannschaft“, bestehend nur aus Männern, präsentiert. Foto: https://www.bmi.bund.de

Stuttgart - Dass Horst Seehofer (CSU) in der neuen Bundesregierung das Innenministerium – in dem auch das Thema Heimat verankert ist – unterstellt bekommt, hat ja bereits für Furore gesorgt. Und nun das: Ein Foto, das die „Führungsmannschaft des BMI komplett“ zeigt. Mit Betonung auf dem Wort „Mann“ in der Führungsmannschaft – denn das Bild zeigt die neunköpfige Männerriege, die künftig das Ministerium und somit auch seine Themen leiten wird. Doch auch die fehlende Diversität der Führungsmannschaft stößt vielen unangenehm auf.

Kaum ist das Foto auf der Homepage des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (kurz BMI) hochgeladen, haben die User es kommentiert. Nach wenigen Stunden war das Foto wieder verschwunden. Der Grund: Unter dem Hashtag „Heimatministerium“ diskutierten Tausende die ausschließlich männliche und nicht diverse Besetzung mit klaren Worten:

Neben Kritik gibt es auch einige ironische, mitunter sarkastische Kommentare auf Twitter:

Nachdem das BMI das Foto auf seiner Homepage ausgetauscht hatte, gab es dennoch weitere Rückmeldungen auf Twitter. Miriam Meckel, Kommunikationswissenschaftlerin und Publizistin, hat unter anderem die Anregung, statt der Bilder gleich die Personen im Ministerium auszutauschen:

Und das BMI? Veröffentlicht zeitgleich um die Debatte der männlichen Führungsriege auf Twitter einen Tweet, der die „Frauenpower im Katastrophenschutz“ lobt:

Darum entbrannte gleich eine weitere Diskussion: