Hospitalviertel Bürger sorgen für Lebensqualität

Die größte bevorstehende Baustelle ist der Abriss des alten Hospitalhofs und der Bau eines neuen Bildungszentrums. Foto: Achim Zweygarth
Die größte bevorstehende Baustelle ist der Abriss des alten Hospitalhofs und der Bau eines neuen Bildungszentrums. Foto: Achim Zweygarth

Großbaustellen werden in den nächsten Jahren den Alltag im Hospitalviertel bestimmen.

Lokales: Sybille Neth (sne)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Die Bürgerbeteiligung aussehen kann, zeigen Bewohner und Arbeitnehmer im Hospitalviertel. In vier Arbeitsgruppen beschäftigen sie sich mit der Verbesserung der Lebenssituation im Sanierungsgebiet. Angestoßen hat die Initiative der Verein Forum Hospitalviertel.

Zu den Themenkreisen gehören die Kommunikation unter Bürgern, Firmen, Bildungseinrichtungen und Beratungsstellen. Ebenso schnell realisierbare bauliche Verbesserungen, der Straßenverkehr sowie die Situation der Kinder. 40 Interessierte haben sich zusammengefunden, um konkrete Vorschläge für die Verbesserung der Lebensqualität zu machen. Sie wollen die kommenden Jahre, in denen der Alltag im Viertel von Großbaustellen bestimmt wird, als Chance für die Verbesserung des sozialen Miteinanders nutzen. So wird das Gebäude in der Hospitalstraße 17, in dem die Deutsche Bank ihren Sitz hatte, zur Zeit abgetragen. Demnächst folgt der Abriss des in die Jahre gekommenen Hospitalhofs, wo derzeit die Umzugskisten gepackt werden.

Wie Bürgerbeteiligung aussehen kann, zeigen Bewohner und Arbeitnehmer im Hospitalviertel. In vier Arbeitsgruppen beschäftigen sie sich mit der Verbesserung der Lebenssituation im Sanierungsgebiet. Angestoßen hat die Initiative der Verein Forum Hospitalviertel.

Zu den Themenkreisen gehören die Kommunikation unter Bürgern, Firmen, Bildungseinrichtungen und Beratungsstellen. Ebenso schnell realisierbare bauliche Verbesserungen, der Straßenverkehr sowie die Situation der Kinder. 40 Interessierte haben sich zusammengefunden, um konkrete Vorschläge für die Verbesserung der Lebensqualität zu machen. Sie wollen die kommenden Jahre, in denen der Alltag im Viertel von Großbaustellen bestimmt wird, als Chance für die Verbesserung des sozialen Miteinanders nutzen. So wird das Gebäude in der Hospitalstraße 17, in dem die Deutsche Bank ihren Sitz hatte, zur Zeit abgetragen. Demnächst folgt der Abriss des in die Jahre gekommenen Hospitalhofs, wo derzeit die Umzugskisten gepackt werden.

Am Montagabend haben die Arbeitsgruppen im Haus des CVJM in der Büchsenstraße vor etwa 70 Personen ihre ersten Ergebnisse vorstellt und legten auch hier großes Gewicht auf den Dialog mit dem Publikum. Das musste vor dem Betreten des Veranstaltungsraumes eine von sechs Fragen ziehen. An den entsprechenden kleinen „runden Tischen“ kamen die Anwesenden so miteinander ins Gespräch. Wie alle Veranstaltungen zuvor wurde auch diese von Irene Armbruster von der Bürgerstiftung moderiert.

 

Materielle und gesellschaftliche Baustelle

Eberhard Schwarz, Hospitalkirchenpfarrer und engagiertes Mitglied des Forums, freut sich, dass im Viertel offensichtlich verstanden wurde, „dass wir neben den materiellen Baustellen auch eine gesellschaftliche Baustelle haben. Unsere Demokratie hat ebenfalls Patina angesetzt.“ Deshalb zählten zu den Zukunftsfragen die Bürgerverantwortung und die Gestaltung des öffentlichen Raumes als Begegnungsstätte. Gerade damit gibt es im Hospitalviertel als Nachbar der Partymeile an der Theodor-Heuss-Straße erhebliche Probleme. Die Bewohner haben an den Wochenenden nicht nur unter Lärm, sondern unter den erheblichen Verunreinigungen zu leiden, die die Besucher hinterlassen. „Wir sind hier die öffentliche Toilette“, klagt Schwarz. Achim Weiler, Sprecher des Arbeitskreises „Verkehr, Lebensraum und Wohnen“, schlug eine Initiative zur Säuberung von Plätzen und Gehsteigen vor.

 

Auf dem Wunschzettel steht auch die Bebauung des Parkplatzes vor dem Wirtschaftsministerium mit einem Wohngebäude. Durch die Umnutzung gewerblicher Flächen und Neubauten wird es im Viertel künftig mehr Wohnraum für Familien geben. Im September öffnet im CVJM-Gebäude im Bereich Hohe Straße die Kindertagesstätte der Evangelischen Gesellschaft. Hier sollen auch Kinder unterkommen, deren Eltern im Viertel arbeiten. Außerdem wollen sich die Bürger jetzt für die Sicherheit der Schulkinder am Berliner Platz bei der Stadt einsetzen: „Der steht im Schulwegeplan. In seiner jetzigen Form sollte aber kein Kind alleine drüber gehen“, betont die Forum-Geschäftsführerin Gabi Stein.

 




Unsere Empfehlung für Sie