Hospiz in Stuttgart-Degerloch Die Wunden verheilen zurzeit viel schlechter

Die Zeit, in der der Verstorbene noch da ist, also zwischen Tod und Beerdigung, ist wichtig für den Trauerprozess. Foto: dpa/Patrick Pleul
Die Zeit, in der der Verstorbene noch da ist, also zwischen Tod und Beerdigung, ist wichtig für den Trauerprozess. Foto: dpa/Patrick Pleul

Wer einen Menschen an den Tod verliert, fühlt sich allein und verlassen. Die Kontaktarmut in der Corona-Krise verstärkt dieses Gefühl. Die Trauerbegleiter im Hospiz Sankt Martin in Stuttgart-Degerloch versuchen, so gut wie möglich gegenzusteuern.

Filderzeitung: Judith A. Sägesser (ana)

Degerloch - Zweimal mussten sie den wichtigen Termin absagen, in der vergangenen Woche war es dann so weit. Das Hospiz Sankt Martin in Stuttgart-Degerloch hat das erste Mal in Corona-Zeiten zu einer Trauerinfo eingeladen. Die Veranstaltung ist der Erstkontakt zwischen Trauernden und den Trauerbegleitern. Das Hospiz erklärt seine Angebote, und die Trauernden sagen, was sie brauchen. Für den Termin vergangene Woche hatten sich letztlich viel zu viele angemeldet, deshalb musste die Trauerinfo, die ansonsten einmal zwei Stunden dauert, in drei Veranstaltungen hintereinander gesplittet werden. Die Corona-Vorgaben hätten es anders nicht zugelassen.

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