Eröffnungstermin noch unklar
Wann die ersten Gäste wieder in dem schmucken Hotel mit seiner schicken Dachterrasse logieren werden, steht aber bislang trotz der Einigung auf einen neuen Pächter noch nicht fest. Weitere Verhandlungen müssten geführt werden, so Niclas Schlecht: „In den kommenden Wochen finden die finalen Verhandlungen des Pachtvertrages sowie Gespräche zum weiteren Vorgehen und dem Zeitpunkt der Wiedereröffnung statt.“
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Vieles sei noch abzuklären: Der Pachtvertrag gehe in die Feinabstimmung. Um- und Einbauten in dem Gebäude müssten zwischen Verpächter und Pächter abgestimmt werden. Organisatorische Fragen für eine Betriebsübernahme müssten abgeklärt werden. Es müsse zudem genau festgezurrt werden, in welcher Weise das Hotel fort- und weitergeführt werde. Ein paar Fragezeichen stehen somit weiterhin hinter der Zukunft des ehemaligen Park Consul. Einen vagen Zeitrahmen gibt die Stadtverwaltung aber vor: „Sechs bis acht Monate werden geschätzt noch vergehen, bis wieder Leben in das derzeit leer stehende Hotel einkehrt.“
Nach dem Ratsbeschluss soll das Hotel von einem „Lost Place“ wieder zu einem gut besuchten Treffpunkt von Touristen und Geschäftsreisenden werden. Für die Hotelgruppe Leonardo habe gesprochen, dass es sich um einen erfahrenen Pächter handle. Die ersten Ideen für das Hotel hätten die Verantwortlichen überzeugt.
Konzept wird noch vorgestellt
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Zum Zeitplan und der neuen Struktur hält sich auch der Stadtchef bedeckt: „Sobald die Verträge unterzeichnet sind, werden wir der Öffentlichkeit gemeinsam das neue Konzept vorstellen“, kündigte er in einer Mitteilung an. Man freue sich auf die Zusammenarbeit „und darauf, bald wieder viele Gäste in Esslingen begrüßen zu können“. Die Leonardo-Hotelgruppe gehöre zu der israelischen Hotelgruppe Fattal Hotels. Sie führe weltweit 221 Hotels. In Deutschland habe die Gruppe rund 60 Betriebe.
Betriebsaufgabe wegen Corona
Lange war um die Weiterführung des Hotels gerungen worden. Im Dezember 2020 hatte der bisherige Pächter, die Brendal Gruppe, den Betrieb aufgegeben. Diese Entscheidung hatten die damaligen Betreiber auch mit den Einbußen durch die Corona-Pandemie begründet. Der Esslinger Gemeinderat hatte im Sommer letzten Jahres beschlossen, die im Besitz der Stadt Esslingen befindliche Immobilie nicht zu verkaufen. Sie sollte stattdessen erneut verpachtet werden und wieder als Beherbergungsbetrieb an den Start gehen. Das Hotel, so hatte die Verwaltung damals argumentiert, sei „ ein wichtiger Baustein für den Veranstaltungsbetrieb im Neckar Forum“. Es habe sich seit der Eröffnung bei Geschäftsreisenden, aber auch bei Touristen etabliert und sei außerdem in der Beherbergungslandschaft aufgrund seiner Lage mit Anbindung zum Flughafen und zur Landesmesse, unverzichtbar.
Ende September war schließlich die Ausschreibung zur Suche nach einem neuen Pächter erfolgt. Bereits nach Bekanntwerden der Schließung, aber auch auf die Ausschreibung hin hätten sich zahlreiche Interessenten gemeldet, teilte die Stadt mit: „Besichtigungen wurden durchgeführt und die Möglichkeit einer Angebotsabgabe bis Mitte Dezember festgesetzt.“ Die Angebote seien in Zusammenarbeit mit einem Sachverständigenbüro ausgewertet und die Vergabe zur Entscheidung im Gemeinderat vorbereitet worden. Nun soll Leonardo Hotels dafür sorgen, dass im Park Consul dauerhaft die Lichter wieder angehen können.
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Das Park Consul in Esslingen
Die Vorgeschichte
Das Neckar Forum, das Hotel und die Tiefgarage wurden nach Angaben der Stadt Esslingen im Jahr 2005 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die Stadt als Besitzerin hatte Hotel, Tiefgarage und Neckar Forum an ihre 100-prozentige Tochter „ES Live“ verpachtet. „Esslingen live“ wiederum hatte das Park Consul an die Brendal Group verpachtet. Seit der Eröffnung hatte die Gruppe das Hotel bis Ende 2017 als Best Western Premier betrieben. Anschließend wurde es ohne Kooperation mit Best Western als Park Consul Hotel weitergeführt.
Die Probleme
Die Brendal Esslingen HotelbetriebsGmbH als Betreiberin des Park Consul Hotels hatte zum 31. Dezember 2020 den Betrieb auch mit Verweis auf die problematische Situation durch die Corona-Pandemie eingestellt. Das Insolvenzverfahren wurde zum 1. Januar 2021 eröffnet.