Nur in der ersten Halbzeit lief es für Marc Petri (am Ball) und die BöSis II eine Zeit lang richtig gut. Foto: Marco Iker
Das war ein ziemlich kurzes Vergnügen für die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen II. Jetzt steht fest: Der Aufsteiger muss direkt wieder runter aus der Landesliga.
Vanessa Frey
13.04.2026 - 11:41 Uhr
In der Handball-Landesliga der Männer sind in Staffel I alle Entscheidungen getroffen: Die HSG Schönbuch wird nach ihren zwei noch ausstehenden Begegnungen einen Platz im unteren Mittelfeld belegen, doch für die HSG Böblingen/Sindelfingen II ist der Abstieg nicht mehr zu verhindern.
HSG Böblingen/Sindelfingen II baut in der zweiten Halbzeit ab
HSG Böblingen/Sindelfingen II – HSG Lauffen-Neipperg 27:27 (10:9): Nach dem fünften Unentschieden in der Rückrunde bleiben die BöSis II Letzter. „Wir haben es in der ersten Hälfte gut gemacht“, meinte Trainer Tobias Petri. „Meine Jungs haben in der Abwehr gut zusammengearbeitet und die nötige Griffigkeit gezeigt.“ Nach dem zwischenzeitlichen 8:5 „haben wir es verpasst, den Vorsprung weiter auszubauen.“ Fast sieben Minuten lang fiel sogar überhaupt kein Tor mehr.
Nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste irgendwann die Partie. „Alles, was uns bis dahin ausgezeichnet hatte, hat in der zweiten Halbzeit gefehlt“, ärgerte sich Petri. „Wir waren nicht mehr konsequent in den Zweikämpfen und im Angriff zu ängstlich.“ Ein 3:0-Lauf der Gastgeber zum Ausgleich ließ die Fans noch einmal auf einen Heimsieg hoffen, doch die beiden finalen Treffer gehörten dem Gegner. „Wir waren in der Schlussphase nicht clever genug“, resümierte Petri, dessen bester Werfer Felix Fecker mit acht Treffern war. Am Samstag (17.30 Uhr) steht die schwere Auswärtsaufgabe beim Tabellenzweiten TSV Weinsberg II an.
David Hofacker (am Ball) und die BöSis II agierten im Angriff zu ängstlich Foto: Marco Iker
HSG Schönbuch mit unzureichender Offensivleistung bei HSG Hohenlohe
HSG Hohenlohe – HSG Schönbuch 33:27 (17:15): Nach zwei Siegen in Serie mussten sich die Schönbucher vor allem aufgrund einer unzureichenden Offensivleistung geschlagen geben. „Wir haben gegen die bessere Mannschaft verloren“, gab Coach Holger Breitenbacher zu. „Gerade deren aggressive Abwehr hat uns große Probleme bereitet.“ In den Anfangsminuten lagen seine Schützlinge zwar noch mit 5:2 vorn, doch die Gastgeber wendeten das Blatt mit einem schnellen 4:0-Lauf.
Nach dem Seitenwechsel gelang der Auswärtstruppe zwar noch einmal der Ausgleich zum 20:20, doch zahlreiche Ballverluste führten erneut zu einem Rückstand. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und den Gegner damit zu einfachen Toren eingeladen“, haderte Breitenbacher, dessen erfolgreichster Schütze erneut Leon Egenter (6/davon 2 Siebenmeter) war. Für den Übungsleiter ist die Schlappe kein Beinbruch: „Jetzt wollen wir eben die letzten drei Spiele positiv gestalten, um unser Punktekonto wieder auszugleichen.“ Das erste davon wartet am Samstag (19.30 Uhr) auswärts bei der HSG Lauffen-Neipperg.
SpVgg Renningen verpasst im Keller eine große Chance
SpVgg Renningen – SG Heidelsheim/Helmsheim II 29:37 (12:17): Die SpVgg hat im Duell mit einem direkten Kellerkonkurrenten eine große Chance verpasst. „Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden“, winkte Trainer Jakob Ulrich ab. Vor rund 150 Zuschauern hielten die Einheimischen bis zum 7:7 gut mit, ehe der Rivale mit einem Zwischenspurt auf 7:12 davonzog. „Wir haben den Faden verloren und zu einfachen Toren eingeladen. 17 Gegentreffer zur Pause sind einfach zu viel“, erkannte Ulrich.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es nicht, das Geschehen entscheidend zu drehen. Zwar verkürzten die Renninger auf 20:22, mussten anschließend aber wieder abreißen lassen. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider“, verneinte der Übungsleiter Beste Werfer waren Niklas Ristl (6/davon 2 Siebenmeter) und Tim Wagner (5/2). Im Saisonendspurt geht es nun um alles. „Wir wollen Vollgas geben, um den Abstieg zu verhindern“, kündigt Ullrich schon für den Auftritt beim TV Gondelsheim (Sonntag,17.15 Uhr) an.