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Hungaricum Skurriles Treffen im Studio Theater

Von Gabriele Metsker 

Schräge Gestalten wieder in Stuttgart: Die erfolgreiche Grenzgroteske „Hungaricum“ kommt im Studio Theater nochmals auf die Bühne.

Britta Scheerer, Dietmar Kwoka und Schirin Brendel mit der Weltsuppe.   Foto: Aldinger
Britta Scheerer, Dietmar Kwoka und Schirin Brendel mit der Weltsuppe. Foto: Aldinger

Die europäische Grenzgroteske „Hungaricum“ der Brüder Presnjakow (geboren 1969 und 1972) hat Christof Küster in diesem Frühjahr für das Studio Theater inszeniert.

Im Sommer haben er und das Ensemble dafür den Monica-Bleibtreu-Preis in der Kategorie „Komödie“ bei den Hamburger Privattheatertagen bekommen. Nun wird das Stück wieder aufgenommen und auch an Silvester gegeben.

Schräge Gestalten

Es beschreibt ein skurriles Treffen schräger Gestalten an einer Tankstelle nahe der ungarischen Grenze: ein Polizist, der keiner ist; ein junger Mann in Mozartkluft, der dringend sein Kokain loswerden möchte; eine Hausfrau, die für sich das Internet und die Weltsuppe entdeckt hat; eine weitere junge Frau, die vielleicht eine Gesangskarriere in Transsylvanien beginnen will, und die rassige, rätselhafte Sára, mit der die Fantasie durchgeht.

Jeder gibt vor, jemand zu sein, der er gar nicht ist. Und so begegnen sich hier echte und vorgetäuschte Schicksale, teilweise verheddern sie sich sogar geradezu ineinander. Und das ist ebenso urkomisch wie manchmal auch bitterböse.

Jeder hat ein krummes Ding gedreht

Fast jede der Figuren hat ein krummes Ding gedreht. Da ist Gyula, der als angeblicher Polizist vollkommen rechtswidrig Güter konfisziert. Und da ist seine Frau Éva, deren Weltsuppe fragwürdige Ingredienzien enthält. Sára wiederum erfindet fortwährend neue Biografien, um ihr zu Schrott gefahrenes Auto nicht bezahlen zu müssen, und die namenlose junge Frau, die auf die Rückgabe ihres beschlagnahmten Laptops wartet, hat einen Film über ein Fabelwesen gedreht. Sie könnte dem jungen Mann mit seinem Kokainpäckchen unter der Mozartperücke aus der Patsche helfen.

Nicht zuletzt ist da noch der Fernfahrer Mózes, der sich nur schwer von seiner Zahnbürste trennt und am liebsten die attraktive Sára verführen würde.

„Hungaricum“: Wiederaufnahme am 21. und 22. Dezember, jeweils 20 Uhr; 31. Dezember, 16 und 20 Uhr, Studio Theater, Tickets unter 07 11 / 24 60 93