Hymnus-Chor Stuttgart Wer folgt an der Spitze der Hymnus-Chorknaben auf Rainer Homburg?
Der weiße Rauch ist aufgestiegen – der traditionsreiche Chor der Stuttgarter Hymnuschorknaben hat einen neuen musikalischen Leiter.
Der weiße Rauch ist aufgestiegen – der traditionsreiche Chor der Stuttgarter Hymnuschorknaben hat einen neuen musikalischen Leiter.
Immer wieder hatte es in den vergangenen Wochen Meldungen gegeben, die Suche nach einem Nachfolger von Rainer Homburg als musikalischer Leiter der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben stocke. Nun aber ist weißer Rauch aufgestiegen und die Augen der Verantwortlichen des von der Evangelischen Kirche Stuttgart getragenen Chores richten sich wieder nach vorne. Der neue Chorleiter ist gefunden.
Die Erleichterung ist auch bei Stadtdekan Søren Schwesig groß. Einstimmig entschieden hat man sich im Kirchenkreisausschuss für Philipp Klahm. Der gebürtige Sindelfinger ist aktuell noch als Chorleiter am Konservatorium Winterthur in der Schweiz tätig und soll die Aufgabe in Stuttgart zum 1. August übernehmen. „Philipp Klahm“, sagt Søren Schwesig, „hat in einem anspruchsvollen Verfahren sowohl das Auswahlgremium sowie den Kirchenkreisausschuss von seiner Person und mit seiner Vita begeistert. Ich bin überzeugt, dass Philipp Klahm mit seinen musikalischen und pädagogischen Fähigkeiten den Chor in eine gute Zukunft führen wird“.
Klahm (40) ist mit dem Südwesten eng verbunden. Aufgewachsen in Althengstett, studierte er Katholische Theologie und Germanistik in Tübingen sowie parallel Schulmusik in Karlsruhe. Ein Masterstudium Chorleitung in Trossingen sowie das Referendariat für Gymnasiallehramt schlossen sich an. Seit 2008 ist Klahm als Stimmbildner, Dirigent, Musikpädagoge sowie künstlerischer Leiter für verschiedene Chöre tätig. Parallel dazu unterrichtete er an verschiedenen Gymnasien und war Dozent für Chorleitung und Dirigieren an der Universität Erfurt.
Rainer Homburg, der sich 2025 zurückgezogen hatte, hatte die musikalische Qualität der Hymnus-Chorknaben noch einmal geschärft. Den ersten Äußerungen von Philipp Klahm mag man jetzt Diplomatie in der Frage der künftigen Ausrichtung attestieren. „Chorsingen“, sagt Klahm, „bedeutet, das individuelle Ausdrucksmittel Stimme gemeinsam mit anderen Menschen zu einem Klangerlebnis werden zu lassen. Damit das Gelingen kann, ist jeder einzelne Sänger ständig in Kontakt mit den anderen Chormitgliedern, wie bei jedem guten Miteinander. Als Dirigent steht man in der Verantwortung, der Gruppe diese Idee zu geben und den Chor zu einer stilgerechten Interpretation zu führen. Dieser besonderen Führungsrolle als Leiter der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben bin ich mir sehr bewusst“.