Idee umgesetzt: Sven Büttner hat eine transportable Sauna gebaut. Foto: Simone Kruljac
Sven Büttner aus Freiberg hat sich während Corona eine mobile Sauna auf einem Anhänger gebaut. Heute vermietet er das 2,8 Tonnen schwere Teil – und bringt es direkt zu Saunafreunden in der Region.
Wenn sich Sven Büttner etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es durch. Auch, wenn seine Idee auf den ersten Blick vielleicht verrückt klingen mag. Wie die Sache mit der mobilen Sauna vor ein paar Jahren. Damals, mitten in der Coronapandemie fand es der passionierte Saunagänger arg schade, dass er seinem heißen Hobby nicht nachgehen konnte, weil überall die Bäder und Thermen geschlossen hatten.
Also beschloss der heute 40-Jährige, seine eigene Sauna zu bauen – und zwar nicht im Keller oder im Garten, sondern auf einem Anhänger, damit man sie überallhin mitnehmen kann. Seine Freunde lachten zwar herzlich über die Idee ihres Kumpels, wussten aber, dass Sven Büttner das ernst meint. Und packten während der Bauzeit immer wieder fleißig mit an.
Die Pläne waren selbst gezeichnet
Sven Büttner zeichnete Pläne, organisierte einen handelsüblichen Anhänger als Basis, Holz, Metall, Dämmmaterial und vieles mehr. Und machte sich an die Arbeit. Zunächst wurde der Boden über den Anhänger gebaut, es folgte ein Metallrahmen und Dämmung. Später ging es an die Wände und an die Decke aus Kiefernholz, die dann mit vereinten Kräften auf den Unterbau platziert wurden. Dann ging es an den Innenausbau.
Der Sauna-Anhänger kann mit dem Auto von Ort zu Ort gebracht werden. Foto: privat
Bei der Einweihungsparty waren alle Helfer dabei. Bis heute trifft man sich immer wieder zum Saunagang vor der eigenen Haustüre. Kürzlich hatte Sven Büttner dann die Idee, dass er seinen Sauna-Anhänger doch vermieten könnte.
100 Euro soll ein Tag kosten, hinzu kommt ein Anfahrtspreis je Kilometer, denn den sperrigen Anhänger will Sven Büttner lieber selbst durch die Gegend kutschieren. „Nicht jeder hat ein Auto, das die Sauna ziehen kann“, sagt er und fügt hinzu: „Und nicht jeder kann mit einem Zugfahrzeug fahren.“ Er hängt an seiner Sauna. „Wenn die jemand auf der Straße zerlegt, ist nichts gewonnen.“
Stellplatz und Stromanschluss nötig
Also fährt der Freiberger die Sauna zu seinen Kunden vor die Haustür – in einem Umkreis von etwa 30 Kilometern rund um Freiberg am Neckar. Abgestellt werden kann sie in Hofeinfahrten oder auch am Straßenrand, wenn kein Parkverbot besteht oder sie ein Hindernis darstellt. Einen Stromanschluss muss es zudem geben, damit die Sauna beheizt werden kann.
Eine Dusche ist in der fahrbaren Sauna nicht eingebaut, das muss man in den eigenen vier Wänden tun, die im besten Falle ja nur wenige Meter weit entfernt sind. Zudem gibt es drei Aufguss-Essenzen nach Wahl. Infos und Buchung der Sauna unter der E-Mail info@schatzkiste-freiberg.de.