Ideen gegen Stuttgart 21 S-21-Gegner wollen Halle teils schleifen

Im Schlossgarten wollen die S-21-Gegner keine Halle, sondern das alte Parkniveau. Die Dachstützen sollen umfunktioniert werden. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Im Schlossgarten wollen die S-21-Gegner keine Halle, sondern das alte Parkniveau. Die Dachstützen sollen umfunktioniert werden. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben ihr Umstiegskonzept erweitert. Diese Pläne sehen unter anderem vor, die Kelchstützen zu Brunnen umzufunktionieren.

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Stuttgart - Stuttgart 21 mit dem neuen Tiefbahnhof und der Strecke nach Wendlingen soll laut Bahn AG im Dezember 2025 in Betrieb gehen. Die im Aktionsbündnis organisierten Projektgegner bezweifeln allerdings, dass die Infrastruktur mit ihrem hohen Anteil an Tunneln überhaupt je von Personenzügen befahren werden kann. Zu groß seien die Brandschutzprobleme.

Auch aus Gründen des Klimaschutzes haben die Gegner ihre Alternative „Umstieg 21“ um ein „Plus“ erweitert: Die Halle des Tiefbahnhofs soll den zentralen Busbahnhof und eine große Radgarage aufnehmen, aber auch Hauptverteilzentrum für eine automatisierte Citylogistik werden. Sie würde von einem Verteilzentrum über der A 8 und am Flughafen und bei Untertürkheim über die Tunnel versorgt. Die Gegner wollen außerdem dem Klimawandel vorbauen und die neue Tiefbahnhofhalle, die sich im Bereich des Schlossgartens aufwölbt, schleifen. Dort solle mindestens das frühere Parkniveau wiederhergestellt werden, damit im Katastrophenfall Wasser ungehindert abfließen kann.

Die bereits erstellten großen Kelchstützen für das Bahnhofsdach im Park könnten als Brunnen genutzt, für Pavillons oder Cafés mit einer gläsernen Ummantelung angepasst werden. Ihre neuen Plus-Vorstellungen, bei der Erhalt und Sanierung des Kopfbahnhofs weiter im Zentrum stehen, haben die Gegner in einer 52 Seiten starken Broschüre zusammengefasst. Sie liegt an der Mahnwache an der Ecke Schiller-/Königstraße für einen Unkostenbeitrag von drei Euro aus.

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