IGöppinger Architekt gewinnt Fassadenwettbewerb Studentenbuden im sonnigen Süden

Der Göppinger Architekt Klaus von Bock will das Einkaufszentrum mit einer hochwertigen Klinkerfassade versehen Foto: Ines Rudel
Der Göppinger Architekt Klaus von Bock will das Einkaufszentrum mit einer hochwertigen Klinkerfassade versehen Foto: Ines Rudel

Klaus von Bock hat die Konkurrenz aus Berlin und Düsseldorf aus dem Feld geschlagen. Gleichzeitig hat er neue Studentenbuden in Südlage eingeplant.

Region: Corinna Meinke (com)
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Göppingen - H
eute wird sich Klaus von Bock in Berlin mit den Vertretern des Investors Acrest Property und der Familie Schenavsky treffen. Dabei geht es um die Realisierung der Entwürfe zur Fassadengestaltung des geplanten Einkaufszentrums in der Bleichstraße. Von Bock war als Sieger aus dem Fassadenwettbewerb hervorgegangen. Dieser Wettbewerb entscheidet über das äußere Erscheinungsbild des Einkaufszentrums, das bereits 2015 eröffnet werden soll.

Von Bock überflügelte Büros aus Berlin und Düsseldorf

Wie ein Mantel legt sich die Fassade um den Gebäudekomplex, der im Norden von der Poststraße, im Osten und Westen von der Bleich- und Mörikestraße sowie von der Geislinger Straße im Süden begrenzt wird. Acht von neun aufgeforderte Büros hatten schließlich Entwürfe vorgelegt. Eine 19-köpfige Jury unter Vorsitz von Professor Fritz Auer hatte am vergangenen Wochenende die anonymisierten Beiträge bewertet. Dabei war von Bocks Entwurf auf den ersten Platz gelangt. Neben Mitbewerbern aus Ebersbach und Uhingen ließ der Göppinger Architekt auch mehrere Büros aus Berlin und Düsseldorf hinter sich.

Sandfarbener Klinker und helle Betonbänder

Während sich andere Entwürfe mit beleuchtenden Lochfassaden, begrünten Wänden und gestapelten Kisten beschäftigten, hat sich von Bock für eine schlichte Idee entschieden: Alle vier Straßenfronten sollen von sandfarbenen Klinkerfassaden geprägt werden. Obwohl sich die jeweiligen Fassaden unterscheiden und je nach den Bedürfnissen der späteren Mieter auch noch variabel sind, basieren sie alle auf dem selben Prinzip: Die geklinkerten Fronten werden von weißen Sichtbetonbändern stockwerksweise horizontal gegliedert. Für die vertikale Struktur sorgen raumhohe Fenster. „Das ist nicht modisch oder modern, sondern vor allem langlebig“, behauptet von Bock. Weil Klinker kaum altere, sei dies auch eine preiswerte Version. Putzfassaden dagegen würden spätestens beim zweiten Anstrich mit einem größeren Erhaltungsaufwand zu Buche schlagen.

Vor das Parkhaus schiebt sich ein Riegel mit Studentenwohnungen

Besonders lebendig durchgliedert hat von Bock die Fassade des Parkhauses in der Mörikestraße. Für dessen Erscheinungsbild im Süden hat sich der Architekt etwas Besonderes einfallen lassen, was den Wettbewerb eigentlich sprengt. Auf einer Tiefe von acht Metern sieht von Bock einen Wohnblock vor, der sich vor die Südfront des Parkhauses schiebt. Hier könnten bis zu 80 Studentenappartements entstehen, die fußläufig vom südlich gelegenen Göppinger Campus erreichbar wären.

„Ich hätte einen Mordsspaß daran, diese Idee zu verwirklichen“, lacht von Bock und erklärt den städtebaulichen Zugewinn. Immerhin könnten die Wohnungen dem nicht renovierten C&A Gebäude die Dominanz nehmen, die Bausünde Staufencenter etwas in den Hintergrund drängen und dem Tor für die Hauptanlieferung in der Mörikestraße ebenfalls die Dominanz nehmen.

Wohnungen sollen Karlstraßenquartier beleben

Von Bock erhofft sich mit dem Entwurf auch eine Belebung des Karlstraßenareals, denn im Erdgeschoss des Riegels könnten ein Studentenbistro und andere Dienstleister mehr Leben ins Quartier bringen.




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