IHK-Wahl Kandidatin der Kammerkritiker

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Bei der Wahl für das Präsidentenamt der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart geht Martina Ueberschaar für die Kritiker des bisherigen politischen Kurses ins Rennen.

Martina Ueberschaar kämpft gegen eine IHK-Pflichtmitgliedschaft. Foto: StZ
Martina Ueberschaar kämpft gegen eine IHK-Pflichtmitgliedschaft. Foto: StZ

Stuttgart - Wenige Tage vor der Wahl der Spitze der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart hat die kammerkritische Kakteengruppe eine eigene Kandidatin angekündigt. Bei der Wahl am kommenden Mittwoch wird Martina Ueberschaar für die Kakteen antreten. Sie habe sich auch zu der Kandidatur entschlossen, damit es eine wirkliche Wahl gebe, sagte Ueberschaar. Zunächst hatte sich nur Marjoke Breuning, geschäftsführende Gesellschafterin beim Stuttgarter Traditionsunternehmen Maute-Benger beworben.

Kampf gegen Pflichtmitgliedschaft

Diese habe sich auch bei den Kakteen vorgestellt, das Ergebnis der Gespräche sei aber nicht so ausgefallen, dass man hätte auf eine eigene Kandidatur verzichten können, meinte Ueberschaar. Sie wolle auch im Falle der Wahl an die Spitze der Kammer ihren Kampf gegen die Pflichtmitgliedschaft fortsetzen. Ueberschaar betreibt zusammen mit ihrem Mann im Stuttgarter Stadtteil Botnang seit zehn Jahren das italienische Feinkostgeschäft La Fattoria.

Stimmenköniginin ihrer Gruppe

In der Vollversammlung der IHK Region Stuttgart sind die Kakteen mit 31 der 100 Sitze vertreten. Bei der Wahl zur Vollversammlung – diese wird nach verschiedenen Wirtschaftsgruppen durchgeführt – war Ueberschaar im Bereich Handel mit 398 Stimmen die Stimmenkönigin. Auf Marjoke Breuning, die ebenfalls im Bereich Handel antrat, waren 313 Stimmen entfallen. Die Kakteen streben auch eine andere Sitzverteilung im Kammerpräsidium an.