Illegale Baumfällungen am Stuttgarter Killesberg Stadt pflanzt 14 Bäume nach

Von Thomas Braun 

In Sachen Schuldfrage und Bußgeld in Bezug auf die illegale Abholzaktion vom Februar am Killesberg mahlen die Mühlen der Stadtverwaltung langsam. Immerhin: Bereits im kommenden Herbst sollen an Ort und Stelle 14 neue Bäume gepflanzt werden.

Ein Anwohner vor dem abgeholzten Hanggrundstück am Killesberg Foto:  
Ein Anwohner vor dem abgeholzten Hanggrundstück am Killesberg Foto:  

Stuttgart - Noch immer ist nicht klar, wer für den Schaden aufkommen muss, den Mitarbeiter einer Gartenbaufirma im Februar im Auftrag des städtischen Liegenschaftsamt am Killesberg angerichtet haben. Wie berichtet, hatte die Stadt seinerzeit bei Rodungsarbeiten an einem Hanggrundstück oberhalb der Straße Auf der Kanzel mindestens sieben Bäume illegal fällen lassen, die eigentlich unter die städtische Baumschutzsatzung fallen. Die für solche Fällungen zwingend vorgeschriebene Genehmigung wurde nicht eingeholt, die Bäume auch nicht im Vorhinein von einem Gutachter auf ihren Zustand und die Standsicherheit untersucht.

Das Anhörungsverfahren zur Schuldfrage läuft noch

Die Stadt teilte auf Anfrage unserer Zeitung mit, man befinde sich noch im Anhörungsverfahren. Aktuell werde geprüft, ob sich die Beteiligten rechtlich fehlerhaft verhalten hätten. Das verwundert, zumal der Amtsleiter des Liegenschaftsamts Thomas Zügel im Gefolge der Abholzungen vor dem Umweltausschuss des Gemeinderats bereits Fehler seiner verantwortlichen Mitarbeiter eingestanden hatte. Sieben Gewächse mit einem Stammumfang von mehr als 80 Zentimetern, die unter die städtische Baumschutzsatzung fallen, waren seinerzeit der Motorsäge zum Opfer gefallen. Erst massive Proteste von Anwohnern hatten die Aktion damals gestoppt. Während die Stadt die Beseitigung der Bäume seinerzeit mit dem Argument „Gefahr im Verzug“ begründet hatte, bescheinigte ein Gutachter den noch verbliebenen Gewächsen am Hang, die ebenfalls gefällt werden sollten, Standortsicherheit.

Immerhin: Zügels Ankündigung, es würden an Ort und Stelle Nachpflanzungen, soll nun bereits im kommenden Herbst umgesetzt werden. Geplant seien Ersatzpflanzungen von 14 Bäumen, teilte die Stadt mit. Die Anlieger hatten auf Nachpflanzungen gedrängt, da bei Starkregen das Risiko eines Hangrutsches droht.




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