Am Musberger Sträßle in Böblingen steht jetzt ein neues Verwaltungsgebäude. Demnächst wird der Altbau abgerissen und an gleicher Stelle eine Klärschlammverwertungsanlage gebaut.

Am Restmüllheizkraftwerk steht jetzt ein neues Verwaltungsgebäude, das rund zehn Millionen Euro gekostet hat. Dort kommen sowohl der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) als auch der Zweckverband Restmüllheizkraftwerk Böblingen (RBB) unter. Im Sommer 2023 war der Neubau begonnen worden, vor Kurzem stand die Einweihung an.

 

Ursprünglich sollte nur der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) ein neues Betriebsgebäude für seine rund 150 Mitarbeiter errichten. Die bisherigen Räumlichkeiten auf dem Gelände des Restmüllheizkraftwerkes waren zu beengt, denn die Zahl der Beschäftigten war aufgrund neuer Aufgaben und einem kräftigen Bevölkerungswachstum gewachsen.

Doch schließlich wurde der Zweckverband Restmüllheizkraftwerk zum Bauherr, da die geplante Klärschlammverwertungsanlage genau an dieselbe Stelle kommen soll, wo jetzt noch die Verwaltung des RBB sitzt. Somit hat der RBB selbst nun das moderne Verwaltungsgebäude gebaut, das er teilweise an den AWB für dessen Betriebshofsverwaltung verpachtet.

„Das neue Domizil ist lang ersehnt und dringend nötig“, betonte Landrat Roland Bernhard bei der Einweihung: „Moderne Sozialräume, gute Arbeitsbedingungen und ausreichend Platz sind ein sichtbares Zeichen unserer Wertschätzung gegenüber den Kolleginnen und Kollegen.“ Das Team solle die bestmöglichen Voraussetzungen haben, um ihre Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises erfüllen zu können. „Wir stärken bewusst den Standort, indem wir mit der Erweiterung ein klares Bekenntnis für die Abfallentsorgung und Abfallverwertung in kommunaler Hand abgeben“, so Martin Wuttke, Erster Werkleiter des AWB.

Ein Ausblick gab Landrat Bernhard, wie es am Standort nun weitergeht: „In Kürze steht der Abriss des bisherigen Verwaltungstrakts an.“ Somit werde die Fläche frei für die Klärschlammverwertungsanlage. „Die innovative Anlage wird anspruchsvollen ökologischen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Entsorgungs- und Verwertungsleistung erfüllen“, kündigte der Landrat abschließend an.