Stuttgart Heslacher Tunnel muss für neue Beleuchtung gesperrt werden

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Die Leuchtstoffröhren im Heslacher Tunnel sind so veraltet, dass es die Leuchtmittel dafür nicht mehr zu kaufen gibt. Für die Sanierung muss die Durchfahrt voll gesperrt werden.

1991 wurde der Heslacher Tunnel eröffnet.  Mittlerweile gibt es die Leuchtmittel für  die insgesamt 1750 Leuchtstoffröhren nicht mehr  im Handel. Foto: Wilhelm Mierendorf
1991 wurde der Heslacher Tunnel eröffnet. Mittlerweile gibt es die Leuchtmittel für die insgesamt 1750 Leuchtstoffröhren nicht mehr im Handel. Foto: Wilhelm Mierendorf

S-Süd - Glühbirnen sind in Gebäuden schon lange passé und künftig sollen auch im Heslacher Tunnel LED-Lampen für Helligkeit sorgen. Die Beleuchtung wird knapp 30 Jahre nach der Einweihung der Röhren jetzt erneuert. Die Bauarbeiten werden jeweils in den Schulferien vorgenommen. Beginn ist am 22. Mai in den Pfingstferien. In den Sommerferien und in den Herbstferien wird der Tunnel nachts ebenfalls wegen der Sanierung gesperrt.

Energie-Einsparung ist beachtlich

Bisher sorgen 1750 Leuchtstoffröhren im Tunnel für die Sicht. „Die Leuchtmittel dafür gibt es gar nicht mehr zu kaufen“, erklärte Heiko Haas von der Stuttgart Netze Betrieb GmbH diese Woche im Bezirksbeirat. Die zusätzlichen Natriumdampflampen bleiben erhalten. Durch den Tausch der Leuchtstoffröhren gegen LED wird erheblich Energie eingespart. „Pro Jahr sind dies 255 000 Kilowattstunden. Das entspricht dem Verbrauch von 5000 Familienhaushalten oder 60 000 Euro pro Jahr“, rechnete Haas vor. Auch die Zahl der Lampen wird verringert. Künftig reichen 300 Leuchten aus. Am Marienplatz sind schon LED-Musterleuchten installiert.

Umleitung während der Nacht

„Der Heslacher Tunnel ist der längste und für den Verkehr der wichtigste Tunnel in Stuttgart“, erklärte Benjamin Weiblen vom städtischen Tiefbauamt. Deshalb werde in zweifacher Weise Rücksicht genommen und die Bauarbeiten in den Ferien und immer nur nachts ausgeführt. Gesperrt wird von Montag bis Donnerstag jeweils von 21 Uhr bis 5.30 Uhr, freitags von Mitternacht bis 9 Uhr am Samstag. Am Sonntag wird nicht gearbeitet. Der Verkehr wird während dieser Zeiten über die B 27 von Degerloch bis zum Charlottenplatz umgeleitet, aus Richtung Leonberg wird von der Wildparkstraße über die Rotenwaldstraße bis zum Österreichischen Platz umgeleitet. Hinweise werden auf den LED-Tafeln, auf denen derzeit der Feinstaubalarm angekündigt wird, zu lesen sein.

Tempo 30 zum Schutz der Anwohner

Wie viele Verkehrsteilnehmer von den Sperrungen betroffen sein werden, ist nicht bekannt. Es gibt keine statistischen Erhebungen darüber, sagte Weiblen. „Bei den letzten Sperrungen waren es nachts sehr wenige Fahrzeuge“, nur soviel sei bekannt. Auf Vorschlag von Bezirksbeirat Michael Knödler (SÖS/Linke) wird Weiblen dem Ordnungsamt vorschlagen, auf der Böheim- und der Böblinger Straße während der Bauphasen Tempo 30 einzuführen, um die Lärmbelästigung für die Anwohner in Grenzen zu halten. Die beiden Straßen sind von der Umleitung direkt betroffen. Bezirksvorsteher Raiko Grieb verlangte, dass das Marienhospital über die Umleitungen informiert werde und die Durchfahrt der Krankenwagen gewährleistet bleibe. Außerdem dürfe früh morgens der Busverkehr nicht behindert werden.

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