Immobilien Der Irrsinn des Münchner Wohnungsmarkts

Stefan Sasse und Marianne Ott-Meimberg wollen aus der Türkenstraße nicht weichen. Foto: dpa/Sven Hoppe
Stefan Sasse und Marianne Ott-Meimberg wollen aus der Türkenstraße nicht weichen. Foto: dpa/Sven Hoppe

In München ist die Lage für Mieter noch dramatischer als in Stuttgart. Große Gesellschaften wollen sie rausekeln, um teuer neu bauen und vermieten zu können. Doch die Betroffenen machen jetzt mobil.

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München - Auch Karl Fritz Bohn hat sich in seinem Rollstuhl rausfahren lassen vor das Haus in der Schönfeldstraße 14, auch er zeigt seinen Protest. 95 Jahre ist Bohn alt, pflegebedürftig, und er sagt: „Ich ziehe hier nicht aus.“ Die Mieter des Hauses in München nahe dem Englischen Garten, 76 Parteien sind es, wollen sich nicht kleinkriegen lassen. Der Vermieter, die große Wohnungsbaugesellschaft Dawonia, hat andere Pläne, da stören die jetzigen Bewohner: Laut dem Mieter Rudolf Schairer wurde der Abriss des Hauses mit dem Baujahr 1961 für den Herbst 2022 angekündigt. Das Grundstück soll neu bebaut werden. „Und dann“, meint Schairer, „wird das an Leute aus einer ganz anderen Liga vermietet.“

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