Impfstoff von Astrazeneca Was sagen Experten zu den möglichen Nebenwirkungen?

Der Coronavirus-Impfstoff von Astrazeneca soll zu mehreren schweren Nebenwirkungen geführt haben. Foto: dpa/Pedro Fiuza
Der Coronavirus-Impfstoff von Astrazeneca soll zu mehreren schweren Nebenwirkungen geführt haben. Foto: dpa/Pedro Fiuza

In mehreren Staaten weltweit wird die Impfung gegen das Coronavirus mit dem Astrazeneca-Impfstoff ausgesetzt – auch in Deutschland. Wir haben zusammengetragen, was Experten zu den möglichen Nebenwirkungen des Vakzins sagen.

Volontäre: Sebastian Xanke (xan)
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Stuttgart - Die Impfungen mit dem Coronavirus-Vakzin von Astrazeneca sind in Deutschland bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Bundesrepublik folgt damit der Entscheidung mehrerer Staaten weltweit, darunter Dänemark und Indonesien. Andere Länder, wie Großbritannien, halten jedoch weiter an dem Impfstoff fest. Woran liegt das und welche Informationen gibt es derzeit über mögliche Nebenwirkungen des Vakzins?

Lesen Sie hier: Stopp von Astrazeneca-Impfung – So geht es mit den Impf-Terminen in Baden-Württemberg weiter

In Deutschland wurden die Astrazeneca-Impfungen auf Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts ausgesetzt. Der Grund: Mehrere Meldungen über Fälle von schweren Blutgerinnungsstörungen, auch Thrombose genannt, nach der Impfung. Konkret wurden der Europäischen Arzneimittelbehörde (Ema) bis zum 10. März nach eigenen Angaben 30 Fälle von „thromboembolischen Ereignissen“ bei knapp fünf Millionen mit AstraZeneca geimpften Menschen in der EU gemeldet. Tendenz steigend. In Deutschland soll es bei 1,6 Millionen Geimpften zu sieben derartigen Fällen gekommen sein.

Wie unterschiedliche Behörden und Experten diese Daten beurteilen, sehen Sie in diesem Video:

Die Ema untersucht derzeit die Fälle von möglichen Nebenwirkungen bei Geimpften mit dem Astrazeneca-Vakzin. „Nach wie vor gibt es keine Hinweise darauf, dass die Impfungen die Gerinnsel ausgelöst haben“, sagte Emer Cooke, Direktorin der Behörde am Dienstag. Es gelte also noch immer die Einschätzung der Ema, dass die Vorteile von Astrazeneca, eine Corona-Infektion mit der Gefahr eines tödlichen Verlaufs zu verhindern, größer seien, als das Risiko durch Nebenwirkungen.

Eine Entscheidung darüber, wie die Empfehlungen zum Impfstoff in Zukunft aussehen werden, wolle man am Donnerstag fällen, so Cooke. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Ema dann eine weitere Nutzung des Impfstoffes empfiehlt.

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