Impfzahlen im Kreis Böblingen Bisher rund 21 700 Pikse im Kreisimpfzentrum

Auf dem Dashboard des Landkreises wird künftig auch die Zahl der Geimpften veröffentlicht Foto: Eibner/Drofitsch
Auf dem Dashboard des Landkreises wird künftig auch die Zahl der Geimpften veröffentlicht Foto: Eibner/Drofitsch

Erstmals veröffentlich der Landkreis die Impfzahlen auf dem Dashboard. Die tatsächliche Zahl der Impfungen im Kreis dürfte aber weit höher liegen.

Kreis Böblingen - Rund 21 700: So viele Menschen haben im Kreisimpfzentrum (KIZ) in Sindelfingen bereits das Vakzin gegen Corona gespritzt bekommen. Darunter sind 16 700 Erst- sowie 5000 Zweiimpfungen. Diese Zahlen aus dem KIZ gibt das Böblinger Landratsamt von Freitag an auf dem sogenannten Dashboard des Kreises bekannt. Dort werden bislang nur tagesaktuelle Zahlen zum Infektionsgeschehen veröffentlicht. „Die Zahlen sind kein Geheimnis, aber sie bilden keine Impfquote für den Landkreis Böblingen ab“, teilt Landrat Roland Bernhard mit. „Wir müssten wissen, wie viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Böblingen andernorts geimpft wurden, und müssten alle die aus unserem KIZ herausrechnen, die aus anderen Landkreisen nach Sindelfingen kommen. Außerdem bräuchten wir die Zahlen der Mobilen Impfteams des Zentralen Impfzentrums Stuttgart, die in den Landkreis fahren.“

Tatsächliche Zahl der Geimpften liegt höher

Die tatsächliche Zahl der Geimpften dürfte also deutlich darüber liegen. Die 21 700 entsprechen 4,25 Prozent der Kreisbewohner. In Baden-Württemberg haben laut Landesgesundheitsamt Stand 7. April aber bereits 1 426 000 Menschen den Piks erhalten, was 12,85 Prozent der Bevölkerung entspricht. „Deshalb haben wir uns so schwer damit getan, diese Angaben auf das Dashboard zu nehmen“, sagt Bernhard. Er selbst hatte noch in der vergangenen Woche gefordert, mehr Transparenz in Sachen Impfungen im Land zu schaffen. Hintergrund ist, dass er den Landkreis Böblingen benachteiligt sieht bei der Verteilung. So erhalten derzeit die sechs bevölkerungsreichsten Landkreise im Südwesten jeweils 2340 Impfdosen pro Woche, alle andere nur je 1170. Bernhard forderte, die Verteilung der Dosen näher an die Einwohnerzahlen anzupassen. Dies sei aus logistischen Gründen nur schwer umsetzbar, hieß es aus dem Sozialministerium. Da mehr Impfstoff erwartet wird, plant das Ministerium einen Impfgipfel, auf dem die Verteilung neu geregelt werden soll.




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