Die Mitarbeiter sollen am Donnerstag an allen Standorten von 6 bis 12 Uhr die Arbeit niederlegen.

Frankfurt/Main - Die Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) wollen bereits an diesem Donnerstag streiken. Für die Dauer von sechs Stunden sollen von 6 bis 12 Uhr keine zivilen Flüge abgefertigt werden. Den Arbeitskampf hat der Vorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Dienstag in Frankfurt beschlossen. Zuvor hatten die Mitglieder in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für den Streik gestimmt.

Kein Streik, falls Schlichtung angerufen wird

Der Streik der rund 2600 gewerkschaflich organisierten DFS-Mitarbeiter ist aber noch nicht unausweichlich, da das Unternehmen jederzeit einseitig die Schlichtung anrufen kann, die einen Arbeitskampf zwingend um Wochen hinauszögern würde. Die DFS wollte sich dazu noch am späten Nachmittag äußern.

Notdienst für Not- und Rettungsflüge

Ein neues Angebot der DFS lehnte die Gewerkschaft als nicht verhandelbar ab. Es habe gegenüber bisherigen Vorstellungen keine Verbesserungen gebracht und gebe keine Antworten auf offene Forderungen, sagte Verhandlungsführer Dirk Vogelsang. Vom Streik ausgenommen seien die DFS-Ausbildungsakademie und die militärische Flugsicherung in Maastricht. Es soll zudem einen Notdienst für Not- und Rettungsflüge geben. Die Gewerkschaft forderte die Fluggesellschaften auf, sofort Maßnahmen einzuleiten.

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