In Unwetternacht WDR räumt Lücken in Berichterstattung ein

Die Flut-Katastrophe hat Nordrhein-Westfalen schwer getroffen. Foto: dpa/Roberto Pfeil
Die Flut-Katastrophe hat Nordrhein-Westfalen schwer getroffen. Foto: dpa/Roberto Pfeil

Der WDR reagiert auf Kritik: Der Sender räumt ein, dass die Berichterstattung in der Unwetternacht „engmaschiger“ hätte sein müssen. Die Hintergründe.

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Köln - Der Westdeutsche Rundfunk hat Lücken in seiner Berichterstattung in der Unwetternacht der vergangenen Woche eingeräumt. In seinen Programmen habe der WDR deutlich und wiederholt über die Gefahren und Auswirkungen des Hochwassers informiert, teilte der Sender am Donnerstag mit. Dazu seien lokale Warnmeldungen der Behörden aufgegriffen und redaktionell verarbeitet worden. „Nach sorgfältiger Prüfung hätte dies in der Nacht engmaschiger passieren müssen, zum Beispiel mit einer durchgehenden Sondersendung bei WDR 2“, heißt es in der Mitteilung.

In Nordrhein-Westfalen sind 47 Menschen im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe gestorben.

Der WDR prüfe derzeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und dem nordrhein-westfälischen Innenministerium, wie die Bevölkerung mit Warnungen vor Gefahren besser erreicht werden könne. Vertreter des Senders und der Behörden hätten die Abläufe rund um die Bevölkerungswarnung bei der Unwetterlage in der vergangenen Woche erörtert. Es sei verabredet worden, gemeinsam die Analyse fortzusetzen und abgestimmte Empfehlungen zu erarbeiten.

So erklärt sich der WDR

In der Unwetternacht habe es eine Vielzahl sehr lokaler, aber keine landesweiten Warnmeldungen der Behörden gegeben, die in Teilen auch widersprüchliche Handlungsempfehlungen enthielten, betonte der Sender. Am frühen Mittwochabend des 14. Juli habe der WDR davor gewarnt, sich in betroffenen Gebieten im Freien aufzuhalten.

Im weiteren Verlauf habe er über Evakuierungen und die Gefahrenlage entlang der Wupper und im Rhein-Sieg-Kreis informiert und die Bevölkerung aufgefordert, sich in höheren Lagen und oberen Stockwerken in Sicherheit zu bringen. Mehrfach habe der WDR ausdrücklich vor Lebensgefahr in bestimmten Gegenden gewarnt. Ab Mitternacht, als sich die Situation verschärfte, habe es auf WDR 5 die ganze Nacht durchgängig alle 15 Minuten eine Sonderausgabe der Nachrichten oder Korrespondentenberichte gegeben, heißt es in der Mitteilung.




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