Freiwillige können sich im Klinikum zum Notaufnahmebegleiter qualifizieren, um Patienten und Angehörige unterstützen zu können.

Ludwigsburg: Andreas Hennings (hen)

Ein Unfall, plötzliche Schmerzen oder Sorgen um einen geliebten Menschen – wer in eine Notaufnahme kommt, befindet sich oft in einer Ausnahmesituation. Angst, Unsicherheit und offene Fragen begleiten die Wartezeit: Was passiert jetzt? Wann bin ich dran? Wer hilft mir weiter?

 

Hier setzt ein besonderes ehrenamtliches Konzept des RKH Klinikums Ludwigsburg an: die Notaufnahmebegleiter. Sie sind für Patienten sowie deren Angehörige da, hören zu, erklären Abläufe und schenken Orientierung in einem Moment, in dem vieles unklar ist.

„Unsere medizinischen Teams leisten täglich Enormes und konzentrieren sich auf die medizinische Versorgung der Notfälle. Neben der rein medizinischen Notfallversorgung ist die Unterstützung durch ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter, die sich Zeit für die Menschen, ihre Fragen und Sorgen nehmen, besonders wertvoll“, sagt Prof. Dr. Oliver Hautmann, Ärztlicher Direktor des Zentrums für interdisziplinäre Notfallmedizin.

Umfassende Schulung zur Vorbereitung

Seit mehreren Jahren engagiert sich ein Team Ehrenamtlicher in der Notaufnahme: mit einem freundlichen Wort, einem offenen Ohr, einem erklärenden Gespräch oder durch ihre Präsenz. Sie geben Halt – manchmal haben kleine Gesten eine große Wirkung.

Um dieses wichtige Angebot auszubauen, sucht das Klinikum weitere engagierte Menschen. In einer umfassenden Schulung werden Interessierte vorbereitet – von den Abläufen bis zur Gesprächsführung in schwierigen Situationen. Voraussetzung ist eine psychische Belastbarkeit in Krisensituationen, eine verlässliche Teilnahme an den Schulungen, den Supervisionen und die Verpflichtung zu einer regelmäßigen Mitarbeit von mindestens zwei Jahren.

Verschiedene Sprachen sind gefragt

„Wir freuen uns über Menschen, die sich mit Herz und Verlässlichkeit engagieren möchten – ganz besonders auch über Interessierte mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründen, die sich vorstellen können, auch an Wochenenden und Feiertagen Dienste zu übernehmen“, sagt Projekt-Koordinatorin Sabine Leibbrandt.

Ein Infoabend im Klinikum findet am Mittwoch, 13. Mai, 18 Uhr, im Konferenzraum 3, Erlachhofstraße 4, statt. Weitere Infos können im Sekretariat unter 07141/9968201, isabell.herrmann@rkh-gesundheit.de und bei Sabine Leibbrandt, 07141/9996238, sabine.leibbrandt@rkh-gesundheit.de erfragt werden.