Ingersheim Die Nase im Wind

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Zu den wichtigen Themen der nahen Zukunft gehört die Ausweisung neuer Gewerbegebiete. Ende des Monats entscheidet der Gemeinderat darüber, ob er einem entsprechenden Suchlauf des Verbands Region Stuttgart zustimmt.

Die Kommune ist pro Windkraft eingestellt Foto: Pascal Thiel
Die Kommune ist pro Windkraft eingestellt Foto: Pascal Thiel

Ingersheim - Das große Beben erwartet der Bürgermeister von der Kommunalwahl nicht. Die politische Konstellation im Gemeinderat dürfte wohl nach dem 25. Mai in etwa dieselbe sein, schätzt Volker Godel. „Das ist eine Persönlichkeitswahl.“ Bei der Wahl 2009 hat die Fraktion Wir Bürger für Ingersheim Einzug ins Gremium gehalten. Die Wir wird durch einen Demeter-Gärtner vertreten und hat den Grünen offenbar genau jenen Sitz abgejagt, mit der sie nun im Gemeinderat sitzt. Die Grünen hatten nämlich vormals zwei Sitze. Beide Fraktionen engagieren sich für Umweltthemen. Godels eigene Partei, die FDP, ist gar nicht vertreten.

Als eines der wichtigsten Themen der nahen Zukunft erachtet der Bürgermeister die Ausweisung neuer Gewerbegebiete. Ende des Monats muss der Gemeinderat darüber entscheiden, ob er einem entsprechenden Suchlauf des Verbands Region Stuttgart zustimmt, berichtet Godel. Es gehe um insgesamt 17 Hektar Gewerbefläche. Der FDP-Mann macht sich auf eine kontroverse Debatte mit den ökologisch orientierten Parteien gefasst: „Das Thema Flächenverbrauch wird da natürlich kritisch gesehen.“

Beinahe einhellig fiel im Gemeinderat indes das Votum für eine zweite Windkraftanlage am Ortsrand aus. Im Frühjahr 2012 war bereits eine Anlage errichtet worden. „Wir sind hier sehr pro Windkraft eingestellt.“ Den Nachbarn in Hessigheim passe das gar nicht, weil es ihnen die Aussicht Richtung Süden zustelle, sagt Godel. Der dortige Gemeinderat sprach sich einstimmig gegen das Bauwerk aus.