Innenminister Thomas Strobl Bald härtere Strafen für Pyrotechnik in Stadien?

Von red/dpa/lsw 

Ein Stadion zu besuchen, solle vor allem eine sichere Angelegenheit für Jung und Alt sein, findet der baden-württembergische Innenminister. Deshalb hat er nun einen Plan gefasst.

In Berlin „brannte“ das Stadion beim Spiel Union gegen den VfB Stuttgart im Mai 2019. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/Andreas Gora
In Berlin „brannte“ das Stadion beim Spiel Union gegen den VfB Stuttgart im Mai 2019. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/Andreas Gora

Stuttgart - Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl will härter gegen das Abbrennen von Bengalos in Fußballstadien vorgehen. „Für mich ist das übergeordnete Ziel, dass der Besuch eines Fußballspiels ein sicheres Erlebnis für Jung und Alt, für die ganze Familie, ist und bleibt“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Er wolle bei der Innenministerkonferenz in Lübeck vorschlagen, dass das Sprengstoffgesetz beim Kauf und Umgang mit Pyrotechnik verschärft wird und dass Störer im Sportbereich künftig auch der Führerschein entzogen werden kann. Baden-Württemberg will eine entsprechende Beschlussvorlage einbringen. Der Initiative will die Runde der Innenminister dem Vernehmen nach zustimmen.

Bislang sind nach Angaben des Innenministeriums der Erwerb und der Umgang mit zugelassenen pyrotechnischen Gegenständen nicht strafbar. Das könnte für den Fall abgeschafft werden, dass die pyrotechnischen Gegenstände zweckwidrig verwendet werden. Auch sollte im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen der Entzug der Fahrerlaubnis nach Paragraf 69 im Strafgesetzbuch in Betracht gezogen werden können. „Hierdurch entsteht eine neue fühlbare Sanktion, die an die charakterliche Ungeeignetheit knüpft und nach dem Strafrecht umgesetzt werden soll“, teilte das Ministerium mit.




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