Innenstadtgestaltung Ludwigsburg Neuer Marstall löst Sanierungsschub aus

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Wie soll es weitergehen mit der Innenstadtgestaltung? Mit einem Konzept für die Neuordnung der Lindenstraße und einer Absichtserklärung zur Entwicklung eines Grünplans für das Walcker-Areal hat die Verwaltung die Debatte darüber am Mittwoch in den Gemeinderat getragen.

Mit oder ohne Tiefgarage?  Über eine Neugestaltung des Schillerplatzes wird in Ludwigsburg schon bald 20 Jahre lang diskutiert. Foto: factum/Granville
Mit oder ohne Tiefgarage? Über eine Neugestaltung des Schillerplatzes wird in Ludwigsburg schon bald 20 Jahre lang diskutiert. Foto: factum/Granville

Ludwigsburg - Mit der Neueröffnung des Marstallcenters ist Ludwigsburg ein wichtiger Schritt in Richtung Wiederbelebung der Unteren Stadt geglückt. Doch wie soll es nun weitergehen mit der Innenstadtgestaltung? Mit einem Konzept für die Neuordnung der Lindenstraße und einer Absichtserklärung zur Entwicklung eines Grünplans für das Walcker-Areal hat die Verwaltung die Debatte darüber am Mittwoch in den Gemeinderat getragen.

Wohlfühlen in der Stadt

„Der Einsatz der Stadt hat sich gelohnt“, sagte der Grünen-Sprecher Markus Gericke. Die Aufwertung der Unteren Stadt sei gelungen, und sie müsse nun mit der Neugestaltung der Lindenstraße fortgesetzt werden. Es reiche aber nicht, die Aufenthaltsqualität im Gebiet zwischen Marstallcenter und Wilhelm-Galerie zu verbessern. „Wir Grünen hoffen auf einen grünen Arsenal- und einen attraktiven Schillerplatz.“

Auch Reinhold Noz (CDU) betonte, in der Innenstadt gebe es noch viel zu tun. Aber seine Partei habe den Eindruck, dass sowohl der Wohlfühlbahnhof als auch der Entwicklungsprozess ZIEL (Zentrale Innenstadt-Entwicklung) in den Hintergrund geraten sei. Hauptanliegen von ZIEL ist die Planung für den Schiller- und den Arsenalplatz. Margit Liepins (SPD) erinnerte daran, dass schon 1998 Entwürfe für eine Umgestaltung der zentralen Plätze vorlagen. Noch immer diskutiere man aber darüber, ob dort eine Tiefgarage gebaut werden müsse oder ob die Parkflächen ausreichten. Ebenso sei noch immer offen, wo eine künftige Stadtbahn oder eine andersartige Schnellbahn verlaufen solle.

Weder der Wohlfühlbahnhof noch das Entwicklungskonzept ZIEL seien hintan gestellt worden, versicherte Oberbürgermeister Werner Spec: „Das steht alles unverändert auf der Agenda.“ Tatsächlich gebe es noch viele strukturelle Defizite in der Innenstadt. „Damit können wir uns nicht zufrieden geben“, sagte Spec. So müsse sowohl der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Angriff genommen werden als auch die Planung in der Weststadt.

Großer Strauß mit Ideen

„Ich bin doch sehr überrascht, welch großer Strauß hier gepflückt wird“, sagte Reinhardt Weiß (FW). Das mit dem Marstallcenter sei zwar „eine Supergeschichte“, man solle aber doch realistisch bleiben. „Wollen wir wirklich eine Einkaufsmeile, die sich vom Bahnhof bis zum Marstallcenter durchzieht? Wir haben ja nicht einmal ein Verkehrskonzept für die Stadt.“ Ludwigsburg sei nur eine kleine Barockstadt mit teilweise engen Straßen, was auch den Träumen von einer Stadtbahn gewisse Grenzen setze. Außerdem seien die Kostenfragen ungeklärt. Die Freien Wähler plädierten daher für eine kleine und weniger teure Lösung in der Innenstadt: Der Arsenalplatz könne grüner gemacht und die Anzahl der Stellplätze verringert werden.

Die bereits in diversen Ausschüssen diskutierte Sanierung der Lindenstraße zwischen Holzmarkt und Körnerstraße wurde vom Gremium bei einer Gegenstimme beschlossen. Wie die künftige Verkehrsregelung sein wird und ob nach der Umgestaltung in der Straße noch geparkt werden darf, ist noch nicht entschieden.




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