Mango-Tage in Böblingen 87.500 Mangos werden verbrannt

Von Arnold Einholz 

Zum zweiten Mal in der dreißigjährigen Geschichte der Mango-Tage des evangelischen Kirchenbezirks Böblingen mit Burkina Faso ist in einigen Früchten ein Insektenbefall festgestellt worden - eine Katastrophe für das Hilfsprojekt.

Alle Mangos müssen vernichtet werden. Foto: AFP
Alle Mangos müssen vernichtet werden. Foto: AFP

Leonberg - „Die Katastrophe ist perfekt“, sagt der Böblinger evangelische Dekan Bernd Liebendörfer. „Alle Mangos müssen vernichtet werden.“ Zum zweiten Mal in der dreißigjährigen Geschichte der Mango-Tage des evangelischen Kirchenbezirks Böblingen mit Burkina Faso ist in ein paar Früchten ein Insektenbefall festgestellt worden. Nach der Landung in Brüssel wurde der Befall bemerkt. Nun müssen deswegen dort alle 87.500 Mangos verbrannt werden. Es wird leider in diesem Jahr keine Mangos geben. Die ganzen Mango-Tage der Eine-Welt-Läden, auch in Leonberg, mussten abgesagt werden.

Wie schon 2004 ruft der Dekan zu Spenden auf. Die Mangos haben einen Verkaufswert von 265.000 Euro. Mit dieser Summe rechnen die Partner in Burkina Faso, um Lehrergehälter an Schulen zu zahlen und Kindern eine Schulspeisung zu ermöglichen. 

"Eine echte Katastrophe"

„Wenn diese Gelder ausfallen, ist das für die Betroffenen eine echte Katastrophe. Sie rechnen fest mit den Geldern“, so der Dekan. Der evangelische Kirchenbezirk wird selbst aus den Rücklagen eine fünfstellige Summe zur Verfügung stellen. Doch der Aufruf gilt allen, denn der Kirchenbezirk alleine kann das bei Weitem nicht ausgleichen. Im Jahr 2004 war die Resonanz überwältigend. Damals wurden auf dem Flughafen in Paris bei der Kontrolle an den Früchten die Larven einer afrikanischen Fruchtfliege entdeckt.

 

 




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