Inspiration für den nächsten Trip Stuttgarter Gründer entwickeln Reise-App

Die Stuttgarter Gründer Manuel Eberhardinger, Tobias Baur, Tim Schwarz und Sebastian Franze (v.l) wollen mit ihrer App Traiv das Reisen neu denken. Foto: Traiv  Foto: Joachim Baier
Die Stuttgarter Gründer Manuel Eberhardinger, Tobias Baur, Tim Schwarz und Sebastian Franze (v.l) wollen mit ihrer App "Traiv" das Reisen neu denken. Foto: Traiv

Die nächste Reise scheint aktuell noch meilenweit entfernt zu sein. Doch vier Jungs aus Stuttgart lassen sich von der Krise nicht entmutigen und haben die Reise-App „Traiv“ entwickelt. Wir haben mit den Gründern Sebastian Franze und Tim Schwarz gesprochen.

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Stuttgart – Die letzte große Reise ist für uns alle schon lange her. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie werden Urlaubspläne mindestens genauso oft verschoben wie irgendwelche Lockerungen. Während wir vor etwas mehr als einem Jahr noch recht unbeschwert durch die Welt gereist sind, sieht eben genau diese Welt heute etwas anders aus. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, haben sich vier junge Stuttgarter Gründer dazu entschlossen, eine Reise-App zu entwickeln. Mit „Traiv“ wollen Sebastian Franze, Tim Schwarz, Tobias Baur und Manuel Eberhardinger den Reise-Markt revolutionieren und uns anhand unserer Fotos Inspirationen für den nächsten Urlaub geben. 

Inspirationen für die nächste Reise 

Die Idee zur App kam Sebastian Franze beim Fernsehen:. „Ich habe einen Film gesehen und war von der gezeigten Landschaft begeistert. Manche Länder hat man einfach nicht auf dem Schirm", so Franze, der sich über die unverhoffte Inspiration freute. Zusammen mit Manuel Eberhadinger entwickelte er die Idee zur App und das Projekt „Traiv“, das sie im letzten Jahr zusammen mit ihrem Uni-Kollegen Tim Schwarz und dessen Kumpel Tobias Baur an den Start brachten.

Reisen neu denken

Mit ihrer App wollen die Stuttgarter Gründer Reisen neu denken. Anhand von hochgeladenen Bildern bestimmter Orte, zum Beispiel dem Strand aus dem letzten Urlaub oder dem Wald vor der Haustür, werden ähnliche Reiseorte auf der ganzen Welt vorgeschlagen. „Das was wir können, kann aktuell keine andere App. Wir sind eine Art digitales Reisebüro, das den Menschen Inspirationen anhand ihrer Bilder vorschlägt“, so Schwarz. „Wir erweitern den Horizont unserer User. Denn jeder hat so seine klassischen Reiseziele im Kopf – wir zeigen den Leuten jedoch andere Destinationen, die sie vielleicht noch nicht kennen. Es muss schließlich nicht immer Malle oder der Gardasee sein, auch andere Länder haben schöne Strände oder Seen, die es zu entdecken gibt“, fährt er fort. Mit ihrer App wollen die Gründer den Leuten so die Möglichkeit geben, ganz unvoreingenommen nach Reisezielen zu suchen, die man bei der klassichen Urlaubsbuchung vielleicht nicht sofort als Ziel ausgewählt hätte. Die Buchung des Urlaubs erfolgt dann über ausgewählte Partner, mit denen die Gründer zusammenarbeiten.

Die Corona-Krise verändert das Bewusstsein fürs Reisen

Doch wie kommt man mitten in der Corona-Krise auf die Idee eine Reise-App zu entwickeln? „Tatsächlich haben wir die Pandemie eher als Chance gesehen. Das Bewusstsein fürs Reisen hat sich im letzten Jahr stark verändert. Die Leute träumen grad von ihrem nächsten Urlaub – und wir geben ihnen die Inspiration für den hoffentlich bald nächsten Trip“, erklärt Franze. Momentan läuft die App noch in der Betaversion, doch die Stuttgarter Gründer arbeiten zusammem mit ihrem Team ununterbrochen daran, ihr Produkt noch innovativer zu gestalten. „Unser Ziel ist es, dass wir eine richtige Community aufbauen, die sich gegenseitig dazu inspiriert, neue Ort auf der Welt zu entdecken. Und das muss gar keine Fernreise sein, mit unserer App kann man auch Orte im Umkreis des eigenen Wohnorts entdecken“, so die Gründer. „Damit wollen wir auch den regionalen Ansatz stärken und zum Beispiel den Stuttgartern zeigen, wie schön es eine halbe Stunde vom Kessel entfernt auf der schwäbischen Alb sein kann“, erklärt Schwarz.

Stuttgart als Start-up-Stadt

Generell sind die vier Gründer ihrer Heimastadt sehr verbunden. Stuttgart ist für Franze und Schwarz die perfekte Stadt zum Gründen. „Vielleicht kann Stuttgart in Sachen Start-ups nicht überall mit Berlin mithalten, aber wir haben hier fantastische Hochschulen und sehr gute, technisch qualifizierte Leute, die man mit einbeziehen kann. Deshalb ist Stuttgart vor allem für Start-ups aus dem Technologiebereich eine sehr gute Wahl“, so Franze.

Auch das Thema Nachhaltigkeit haben die Gründer auf dem Schirm. Sie arbeiten momentan daran, in ihrer App Angebote und Funktionen für nachhaltiges Reisen zu integrieren. Denn der nächste Urlaub kommt bestimmt und Inspirationen aus aller Welt oder auch aus der Region gibt es schließlich genug.




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